Moskau. Womöglich war der Chauffeur des Wagens von Lukoil-Vize Barkow Schuld an dem Unfall in Moskau, bei dem am 25. Februar zwei Menschen ums Leben kamen. Drei Zeugen sind bereit, eine entsprechende Aussage zu machen.
Am Morgen des 25. Februars waren auf dem Moskauer Lenin-Prospekt ein Citroen und ein Mercedes zusammengestoßen; die Insassinnen des Citroen kamen ums Leben. Ein Zeuge hatte ausgesagt, der Citroen sei der Unfallverursacher gewesen.
Brisanz bekam die Angelegenheit durch die Tatsache, dass im Mercedes der Vizepräsident von Lukoil, Anatoli Barkow, saß. Er wurde nur leicht verletzt, sein Fahrer kam unverletzt davon.
Jetzt meldet der Verband der Autobesitzer Russlands Zweifel an der offiziellen Version des Unfallhergangs an. Er hat drei Zeugen ausfindig gemacht, die den Mercedes-Fahrer als Unfallverursacher angeben.
Nach dieser neuen Version ist nicht der Citroen auf die Gegenfahrbahn ausgeschert, sondern der Mercedes. Die Verwandten der beiden verstorbenen Frauen haben bereits öffentlich erklärt, die offizielle Version der Verkehrspolizei sei gefälscht worden.
In Russland sind nicht selten hochgestellte Beamte und Wirtschaftsbosse in Verkehrsunfälle verwickelt, weil sie sich als „privilegierte Verkehrsteilnehmer“ verstehen. Oft kommt dabei der Eindruck auf, sie würden von der Polizei bevorzugt behandelt und die Schuld den „einfacheren“ Bürgern zugeschoben.
Mach mal Pause, erst recht in dieser Hitze. Das dachte sich auch dieser Kranführer im Petersburger Hafen, dem dafür wenigstens ein luftiges Plätzchen zur Verfügung steht.( Topfoto: Deeg/.rufo)