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Mittwoch, 22.04.2009
Verwirrung um freigelassene Yukos-Anwältin Bachmina
Moskau. Verwirrung um die Freilassung der ehemaligen Yukos-Anwältin Swetlana Bachmina. Russische Medien berichteten, dass sie bereits aus der Haft entlassen sei, ihr Ehemann dementierte. Auch die Bedingungen sind schleierhaft, möglicherweise soll sie gegen Chodorkowski aussagen.
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Die Entscheidung des Moskauer Bezirksgerichts, die dreifache Mutter Swetlana Bachmina freizulassen, grenzt an eine kleine Sensation. Zweimal war der Antrag auf vorzeitige Haftentlassung zuvor abgelehnt worden.
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Bachmina war wegen Betrugs zu 6,5 Jahren Haft verurteilt worden. Sie soll sich Yukos-Aktien angeeignet haben. Ihre Schuld hat die Anwältin während der Haft eingestanden - dies ist eine Voraussetzung, um vorzeitig auf Bewährung entlassen werden zu können.
Die russische Tageszeitung "Wremja Nowostjej" feierte die Entscheidung schon als "Tauwetter" - in Anspielung auf die verhältnismäßig liberale Sowjetperiode unter Nikita Chruschtschow. Die Nachrichtenagentur berichtete sogar, dass Bachmina bereits in Freiheit sei.
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"Ich habe Swetlana noch nicht gesehen", dementierte ihr Ehemann am Mittwoch aber alle Gerüchte. Möglicherweise kann sich die Haftentlassung noch zehn Tage hinziehen. So lange dauert es, bis alle Papiere zusammen sind.
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Auch die künftige Rolle Bachminas ist nicht klar. Möglicherweise soll sie in dem zweiten Prozess gegen die Yukos-Chefs Michail Chodorkowski und Platon Lebedew aussagen. In den Zeugenlisten wird sie nicht geführt, doch das Gesetz erlaubt es, auch nicht aufgeführte Zeugen aufzurufen, erinnert Chodorkowskis Anwalt Wadim Kljuwgant.
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Chodorkowski und Lebedew müssen sich derzeit u.a. wegen betrügerischer Aneignung von Yukos-Öl verantworten. Beide haben am Dienstag auf nicht schuldig plädiert.
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