Moskau. In St. Petersburg und Moskau sind zahlreiche Demonstranten vor und während der Kundgebungen zum 1. Mai festgenommen worden. Festgenommenen wurden sowohl linke, als auch rechte Aktivisten.
In Petersburg wurden rund 120 Personen in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei gehören etwa 20 Personen davon dem rechten Spektrum an.
Den Nationalisten war die Durchführung eines Marsches am 1. Mai verboten worden. Dennoch hatten einige russische Nazis versucht, einen Marsch zu organisieren. Die Polizei konfiszierte bei den Nationalisten Messer, Feuerwerkskörper und Druckpistolen.
Vorläufig festgenommen wurden aber auch rund 100 Aktivisten der Linken. Die Sicherheitsorgane werfen ihnen versuchte Provokation gegenüber den Nationalisten vor.
Widersprüchliche Angaben gibt es über die Anzahl der Festnahmen in Moskau. Der stellvertretende Pressesprecher der Stadtverwaltung Leonid Krutakow teilte zunächst mit, dass etwa 200 Aktivisten der "Avantgarde der Roten Jugend" in Gewahrsam genommen worden seien.
Später dementierte die Stadtveraltung allerdings die Zahlenangaben. Von den 200 "Avantgardisten" seien nur vier festgenommen worden, heißt es. Sie sollen versucht haben, Feuerwerkskörper zu zünden.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)