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Donnerstag, 30.08.2012

Zwei Frauenmorde in Kasan mit Pussy-Riot-Losung

Kasan. In Kasan sind zwei Frauen ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Der Täter hinterließ die Aufschrift „Free Pussy Riot“ an einer Wand. Die Anwälte der Punkgruppe sprechen von „niederträchtiger Provokation“.

Die 76-jährige Rentnerin und ihre 38-jährige Tochter fielen einem besonders brutalen Täter zum Opfer; ihre Körper wiesen unzählige Messerstiche auf. Die Losung der Wand im Korridor der Wohnung hatte der Mörder mit Blut geschrieben. Die Polizei geht von einem Einbruch aus, obwohl ein Kasaner Internetportal wissen will, dass nichts gestohlen wurde.

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Als „schmutzige Provokation“ bezeichnet Nikolai Polosow, einer der Anwälte der zu zwei Jahren Lager verurteilen Punkrockerinnen von Pussy Riot, die Aufschrift in der Wohnung: „Es tut mir leid, das einige abartige Leute den Namen von Pussy Riot für ihre Ziele benutzen.“ Die meisten Anhänger der Gruppe seien gegen jede Art von Gewalt.

Auch die Aktionen der Gruppe wie etwa das „Punk-Gebet“ in der Christ-Erlöserkathedrale in Moskau, für das sie unlängst verurteilt wurde, seien stets gewaltlos. Laut Polosow handele es sich in Kasan entweder um eine „monströse Provokation oder einen Fall aus der klinischen Psychiatrie“.

Die Polizei in Kasan sieht in der Aufschrift eher den Versuch, die Ermittler auf eine falsche Spur zu leiten. Dennoch unternimmt sie auch Nachforschungen im Kreis der lokalen Pussy-Riot-Anhänger.



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Thomas 31.08.2012 - 11:13

Nachtrag zu meinem Kommentar zu "Zwei Frauenmorde in Kasan mit Pussy-Riot-Losung"

Der gestern gepostete Beitrag resultierte aus aktuellen Entwicklung. Ich bin schon der Meinung, dass schon eine Strafe in Höhe der bisherigen Untersuchungshaft mehr als genug wäre.
Es wäre schon wünschenswert, wenn die drei Frauen (auch ohne eigenen Antrag) begnadigt würden oder das Urteil aufgehoben würde.
Das würde sicher auch die Lage insgesamt entspannen.


Thomas 30.08.2012 - 17:22

Zwei Frauenmorde in Kasan mit Pussy-Riot-Losung

Jetzt reicht’s!
Wenn jetzt wirklich schwere Straftaten in Namen des Sympathisantentums für Pussy Riot begangen werden, kann das für keinen von Interesse sein.
Nicht im Interesse der Staatsmacht, die, trotz allem, für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen hat, noch im Interesse von Pussy Riot, insbesondere der drei inhaftierten Frauen, dass ihr(e) Name(n) damit in Verbindung gebracht wird.
Unabhängig, wie man zu dem Ganzen steht, ist es Zeit für Verhandlungen und Absprachen.
Wie könnten die aussehen:
Die drei inhaftierten Frauen geben zu, dass sie sich gegenüber der Kirche, nicht als Institution, sondern als Gemeinschaft der Gläubigen, schuldig gemacht haben, indem sie deren Gefühle verletzt haben. Das haben sie jawohl auch schon eingesehen, sie haben sich ja entsprechen entschuldig.
Sie akzeptieren (nicht sofort aufschreien) als Sühne dafür eine körperliche Bestrafung (Rohrstock o.ä.), die Staatsanwaltschaft verzichtet auf jede weitere strafrechtliche Verfolgung und lässt die drei sofort frei. Könnte auch ein Angebot an die zwei geflüchteten Mitglieder von Pussy Riot sein, um das ganze abzuschließen.
Das wird nicht im Strafgesetzbuch stehen und viele werden jetzt unmenschlich rufen, aber statt Straflager und wenn es einvernehmlich geschieht, halte ich das zumindest für legitim. Dann sollten auch die Menschenrechtler sich kurz bedeckt halten. Es muss natürlich gewährleistet sein, dass keine bleibenden körperlichen Schäden zurückbleiben. Und die drei Frauen halte ich für stark und selbstbewusst genug, sich darauf einzulassen.
Als weitere Möglichkeit sehe ich, die drei Frauen akzeptieren das Strafmaß von der Höhe her, die Staatsanwaltschaft akzeptiert die Verbüßung im offenen Vollzug, d.h. Einschluss nur über Nacht in einem wohnungsnahen normalen Gefängnis. Damit ist u.a. auch gewährleistet, dass sie sich um ihre Kinder kümmern können.
Bleibt auch noch, woran man in Deutschland vermutlich zuerst denken würde, die Ableistung von Sozialstunden, das wäre aber wahrscheinlicht das größte Entgegenkommen seitens der Staatsanwaltschaft.
Letztendlich wäre auch noch die Aussetzung der Strafe zur Bewährung, aber gerade im Interesse der Frauen halte ich das für die schlechteste Möglichkeit, wenn immer zu befürchten ist, dass bei jedem kleinsten weiteren Vergehen die Bewährung widerrufen wird.
Ob das Berufungsverfahren weitergeführt wird, um ggf. noch tatsächlich eine Schuld festzustellen oder eben nicht und das Strafmass zu beeinflussen (das erste könnte man solange aussetzen), steht auf einem anderen Blatt, allerdings würde ich es in der Situation eher für kontraproduktiv halten. Die Hauptsache ist, dass der Hauptgrund für die öffentlichen Proteste schnell verschwindet, nach einer Absprache sollte Pussy Riot und insbesondere die drei Frauen dazu aufrufen, die Sympathiebekundungen in der bisherigen Form einzustellen.

Ich bin zwar nur ein normaler Bürger und werde nicht viel Gewicht haben, trotzdem bitte ich Sie, den Text an die beiden Prozessparteien weiterzuleiten, ggf. vorher zu übersetzen.
Grüße
Thomas


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