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Mittwoch, 14.07.2010
Absturz bei Smolensk: Die falsche Leiche begraben?
Warschau. Die Witwe des am 10. April bei Smolensk ums Leben gekommenen polnischen Politikers Przemyslaw Gosiewski beschuldigt Russland, eine andere Leiche rückgeführt zu haben. Sie fordert die Exhumierung.
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Przemyslaw Gosiewski war Fraktionsvorsitzender der Kaczynski-Partei „Recht und Gerechtigkeit“ im polnischen Parlament. Er befand sich an Bord der polnischen Präsidentenmaschine, die am 10. April beim Anflug auf Smolensk abstürzte. Damals waren alle Insassen, darunter der polnische Präsident Lech Kaczynski, ums Leben gekommen.
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Beata Gosiewska begründet ihre Vermutung damit, dass sie den Anzug, den sie für die Beisetzung ihres Mannes nach Russland geschickt hatte, unlängst zurückerhalten hat. Was sie außerdem beunruhigt: Bis heute haben die Angehörigen der Opfer die Protokolle der Leichenbeschauung nicht bekommen, teilt Radio Free Europe mit.
Gosiewska fordert deshalb die Exhumierung der Leiche, um festzustellen, ob tatsächlich ihr Mann begraben wurde. Eine entsprechende Eingabe richtete sie an die polnische Militärstaatsanwaltschaft.
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Jaroslaw Kaczynski, der Bruder des verstorbenen Präsidenten, behauptet unterdessen, die polnische Regierung sei Schuld an der Katastrophe. Sie sei „die Folge einer verbrecherischen Politik, weil keine neuen Flugzeuge gekauft wurden“, sagte er in der „Gazeta Polska“.
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Wie „Wremja Nowostej“ anmerkt, wächst sich die Polemik um die Tragödie vom 10. April immer mehr in ein Wahlkampf- scharmützel aus. Kacyznski, der die Präsidentenwahl verlor, wolle damit im Vorfeld der polnischen Parlamentswahlen punkten.
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