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Freitag, 05.06.2009
Entlassene Stewardess von DalAvia begeht Selbstmord
Chabarowsk. Eine ehemalige Stewardess der fast bankrotten Airline „DalAvia“ hat am Mittwoch Selbstmord begangen; einen Tag folgte ihr ihre Mutter nach. Der Grund war die verzweifelte Lage nach der Entlassung.
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Die 27jährige Stewardess stürzte sich aus dem Fenster ihrer Wohnung im 10. Stock. In letzter Zeit hatte sie Arbeitslosenunterstützung erhalten, die in Russland ja bekanntlich kaum zum Leben reicht. Außerdem hatte sie, wie alle anderen Entlassenen, seit Oktober keinen Lohn und/oder keine Abfindung bekommen.
Eine ehemalige Stewardess sagte gegenüber RIA Novosti, die Lage der meisten einstigen DalAvia-Mitarbeiter sei verheerend. „Wenn beide Eheleute zusammen gearbeitet haben, können sie überhaupt kein Geld auftreiben. Aber viele haben Kredite, müssen die Ausbildung der Kinder bezahlen, haben eine Hypothek aufgenommen…“
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Das Arbeitsamt biete nur schlecht bezahlte Jobs an, dabei habe eine Stewardess im Monat bis zu 30.000 Rubel verdient. DalAvia, einst eine der stabilsten und reichsten russischen Fluggesellschaften, befindet sich im Konkursverfahren. Von knapp 2.800 Mitarbeitern sind nur 270 geblieben.
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Die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf zwei Milliarden Rubel (45 Millionen Euro). An Löhnen stehen 208 Millionen Rubel aus (4,7 Mio. Euro). Viele ehemalige Angestellte von DalAvia sind der Meinung, die einst prosperierende Airline sei mit Absicht zum Absturz gebracht worden, um irgendwelche "höheren Interessen zu befriedigen".
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