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Donnerstag, 02.09.2010
Ramsan Kadyrow ist nicht mehr Präsident Tschetscheniens
Grosny. Ramsan Kadyrow ist seit heute nicht mehr Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Sein Amt heißt in Zukunft „Oberhaupt der Republik“. Andere Föderations-Republiken wollen folgen, nur Tatarstan stellt sich quer.
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Das tschetschenische Parlament in Grosny billigte heute die Umbenennung des höchsten Verwaltungsamtes in der Republik. Ramsan Kadyrow hatte selbst vorgeschlagen, den Präsidenten-Titel ad acta zu legen, da es in Russland „nur einen Präsidenten“ gebe.
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Der von seinen Gefolgsleuten ins Spiel gebrachte Vorschlag, den Chefposten in der Unruhe-Republik „Imam“ zu nennen, wurde offenbar nicht weiter verfolgt.
Bislang wurden nur drei der 21 nationalen Republiken von „Oberhäuptern“ (russ.: “glawa“) regiert. Zahlreiche Präsidenten der anderen Kaukasus-Republiken erklärten jedoch, dass sie Kadyrows Vorstoß für richtig hielten und ebenfalls ihre Umbenennung anstreben werden.
Lediglich aus der Republik Tatarstan, der bevölkerungsreichsten der russischen Teilrepubliken und sehr auf ihren Status bedacht, wurden Vorbehalte gegen die Namens-Reform angemeldet.
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Es sei nicht klar, ob damit eine Veränderungen der Vollmachten verbunden sei – und „Moskau“ schweige dazu, hieß es aus der Regierung in Kasan.
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