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Montag, 26.10.2009
Ministerrrücktritt nach Scharmützel zwischen Polizisten
Kysyl. In der sibirischen Teilrepublik Tuwa endete eine gewöhnliche Verkehrskontrolle mit einem Blutbad. Eine Verkehrs-Patrouille stoppte einen alkoholisierten Pkw-Fahrer. Wie sich herausstellte war der Mann selbst Polizist. Er hatte nicht nur einen Dienstausweis, sondern auch eine Dienstwaffe dabei.
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Der Fahrer gehörte einer Sondereinheit der Polizei an, die Wirtschaftsverbrechen aufklärt. Offenbar hatte er nicht damit gerechnet, von der Polizei angehalten zu werden - in Russland ist es leider weit verbreitete Praxis, dass hohe Beamte, Abgeordnete oder Polizisten bei Vorzeigen eines Dienstausweises, auch wenn sie betrunken am Steuer sitzen, nicht behelligt werden.
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Zunächst ließ der Mann sich noch von den beiden Verkehrspolizisten aus seinem eigenen Wagen in das Polizeiauto lotsen.
Als das Trio dort auf den Krankenwagen wartete, der einen Blutalkoholtest durchführen sollte, gingen beim angetrunkenenen Polizisten offenbar die Nerven durch. Vom Rücksitz aus erschoss er einen der beiden Verkehrspolizisten.
Der zweite Verkehrspolizist konnte zwar aus dem Auto fliehen, blieb aber auf der Straße mit mehreren Schussverletzungen liegen. Nach Angaben der Ärzte ist er schwer verletzt, aber inzwischen außer Lebensgefahr.
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Anschließend richtete sich der Täter selbst und beging Selbstmord.
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Russlands Innenminister Raschid Nurgalijew hat auf Anweisung von Präsident Dmitri Medwedew inzwischen den Innenminister von Tuwa, Viktor Lesnjak, wegen dieses Vorfalls abberufen. Lesnjaks Amt wird derzeit von seinem Stellvertreter ausgeübt.
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