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Dienstag, 06.10.2009
Nach 3 Jahren neue Verdächtige im Fall Politkowskaja
Moskau. Im Mordfall Politkowskaja gibt es neue Verdächtige, deren Namen bisher bei den Ermittlungen und dem ersten geplatzten Prozess nicht auftauchten. Dies erklärte anlässlich des dritten Jahrestages des Journalisten-Mordes der Chefredakteur der „Nowaja Gazeta“, Sergej Sokolow.
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„Ins Blickfeld der Ermittlungen sind Personen geraten, deren Namen bisher nicht öffentlich genannt wurden und ich hoffe, dass sie zur Verantwortung gezogen werden“, sagte Sokolow auf einer Pressekonferenz. Nähere Details nannte er nicht.
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Die am 7. Oktober 2006 erschossene Enthüllungsjournalistin Anna Politkowskaja hatte für die „Nowaja Gazeta“ gearbeitet. Ein erster Prozess gegen drei mutmaßliche Helfershelfer der Tat endete mit einem Freispruch und muss nach einer erfolgreichen Berufung nun wieder neu aufgelegt werden. Allerdings erging auch eine Gerichtsentscheidung, die Ermittlungen gegen die Mittäter mit der Suche nach den Auftraggebern des Mordes zusammenzulegen.
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Sokolow äußerte allerdings den Verdacht, dass das Ermittlungsverfahren alsbald auch wieder geteilt werden könnte. Er habe „keine besondere Hoffnung“, dass es einmal zu einem gemeinsamen Prozess gegen Hintermänner und Helfershelfer kommen könnte.
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Auch die Familienangehörigen Politkowskajas haben keine große Hoffnung, dass der weltweit Aufsehen erregende Mord noch richtig aufgeklärt wird:
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„Drei Jahre sind vergangen und unsere Familie verliert langsam die Hoffnung darauf, dass die ganze Kette derjenigen Personen, die an dem Verbrechen beteiligt waren, noch gefunden und verurteilt wird“, so Vera Politkowskaja, eine Tochter des Mordopfers.
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