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Montag, 27.07.2009
Patriarch Kirill auf schwieriger Tournee in der Ukraine
Kiew. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., ist zu einem zehntägigen Besuch in die Ukraine aufgebrochen. Die Visite soll helfen, den Konflikt zwischen russischen und ukrainischen orthodoxen Geistlichen zu beseitigen.
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Die Beziehungen der russisch-orthodoxen Kirche gelten insbesondere zur weltlichen ukrainischen Führung als angespannt. Präsident Viktor Juschtschenko macht kein Geheimnis daraus, dass er eine selbständige ukrainisch-orthodoxe Kirche gründen will. Nach dem Selbstverständnis des Moskauer Patriarchats ist die Ukraine allerdings elementarer Bestandteil der russisch-orthodoxen Kirche.
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Schon am Montag ist ein kurzes Gespräch zwischen Patriarch und Präsident geplant. Kirchenbeobachter gehen allerdings nicht davon aus, dass die Gegensätze dabei aus der Welt geschafft werden können.
Auch die weitere Tournee verspricht etliche Schwierigkeiten für Kyrill. Der Patriarch wird nicht nur in der weitgehend russischsprachigen Ostukraine vor Gläubigen beten, sondern will auch die Westukraine besuchen. Die Tageszeitung „Nowye Iswestija“ befürchtet, dass es dort zu Provokationen gegen das Kirchenoberhaupt kommen könne.
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1990 bei einer Visite von Kyrills Vorgänger Alexi II. in der Ukraine kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen der Leibwache des Patriarchen und ukrainischen Nationalisten, die sich vor den Konvoi Alexis geworfen hatten, um ihn zu beschimpfen.
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