Moskau/Buenos Aires. Die Statistik über die Abholzung russischer Wälder ist "vollständig ausser Kontrolle geraten", erklärt der Präsident des russischen Gesellschaft der Waldwissenschaftler auf dem 8. Welt-Wald-Kongress in Buenos Aires. Trotzdem wird der Wald nicht weniger.
Es gebe keinerlei Statistik über den Holzeinschlag, erklärte Anatoli Pissarenko, Präsident der Gesellschaft der Wald- und Forstwissenschaftler vor dem Welt-Wald-Kongress. Das habe die Tore für illegalen Raubbau geöffnet.
Schätzwerte über die illegale Abholzung nannte dennoch der Vertreter der russischen Föderalen Waldwirtschaftsagentur (RosLesChos - Ðîñëåñõîç) laut Ria Nowosti. Jährlich werden demnach 15 bis 20 Millionen Kubikmeter illegal geschlagen - während die legalen Holzeinschlagsquoten nur zu 28 % überhaupt ausgenutzt würden.
Laut Pissarenko vermindert sich die Waldfläche in Russland insgesamt aber dennoch nicht, da es keine Abholzung zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen gibt, wie in vielen Entwicklungsländern.
Die gesamte Waldfläche in Russland betrage 1,182 Milliarden Hektar oder 69 Prozent der Gesamtfläche des Landes. Es wachse mehr Wald nach, als abgeholzt werde, erklärte Pissarenko.
Mach mal Pause, erst recht in dieser Hitze. Das dachte sich auch dieser Kranführer im Petersburger Hafen, dem dafür wenigstens ein luftiges Plätzchen zur Verfügung steht.( Topfoto: Deeg/.rufo)