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Donnerstag, 03.09.2009
Briten erlassen Haftbefehl gegen flüchtigen Ewroset-Chef
Moskau/London. Ein Londoner Gericht hat Haftbefehl gegen den aus Russland geflohenen ehemaligen Miteigentümer der Mobiltelefon-Handelsfirma „Ewroset“, Jewgeni Tschitschwarkin, erlassen.
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Wie die russische Generalstaatsanwaltschaft erklärte, sei dies der erste Schritt zu einer Prüfung des russischen Auslieferungsbegehrens“. Angeblich ist der Aufenthaltsort des Geschäftsmanns in England bekannt. Die russischen Behörden hatten bereits im März Tschitschwarkin über Interpol zur Fahndung ausgeschrieben.
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Dem durch seinen exzentrischen Kleidungsstil auffallenden Unternehmer wird vorgeworfen, 2003 die Entführung eines ehemaligen Mitarbeiters angeordnet zuhaben, der größere Partien mit Mobiltelefonen gestohlen haben soll. Der Mann wurde einen Monat lang in Verstecken festgehalten und misshandelt. Seine Entführer forderten von ihm den Schaden wieder gutzumachen.
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Tschitschwarkin und seine Verteidiger bezeichnen die Vorwürfe als konstruiert – und einen Rachefeldzug der Polizeibehörde für einen Skandal 2006: Damals beschlagnahmte die Miliz 167.500 von Ewroset importierte Mobiltelefone. Angeblich wurden 50.000 davon von Amts wegen vernichtet – doch tauchten sie später wieder auf dem Markt auf. Das Unternehmen setzte daraufhin durch, dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.
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Ob Großbritannien Tschitschwarkin letztlich wirklich ausliefert, ist aber noch nicht gesagt. Vorerst geht des den britischen Behörden nur um eine Prüfung der russischen Vorwürfe.
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