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Mittwoch, 17.06.2009
Lohnschulden in Russland auf 200 Mio. Euro gestiegen
Moskau. Immer mehr Angestellte müssen in Russland auf ihre Löhne warten. Nach Angaben der russischen Statistikbehörde Rosstat betrugen die Lohnschulden zum 1. Juni 8,779 Mrd. Rubel (204 Mio. Euro).
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Für den Mai waren russische Betriebe ihren Mitarbeitern damit über zehn Prozent des Lohns schuldig (laut Rosstat 10,8 Prozent). Häufigste Ursache der verspäteten Zahlungen sind natürlich Liquiditätsprobleme bei den Unternehmen selbst.
Immerhin ist der Staat als Schuldner inzwischen auf dem Weg der Besserung. Die Fälle, in den Haushaltsgelder zu spät an Unternehmen und Angestellte gezahlt werden, ist nach Angaben von Rosstat in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen.
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Die fehlenden Gelder im Haushalt waren Ende der 90er Jahre war eins der größten sozialen Probleme. Viele Rentner und staatliche Angestellte (Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern) warteten oft Monate lang vergeblich auf ihr Geld. Das führte zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung und sozialen Protesten.
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Dass die Lage auch jetzt nicht rosig ist, beweist das Beispiel Pikaljowo. Dort waren die Bewohner nach der Stilllegung von drei Fabriken und der monate langen Verzögerung von Lohnauszahlungen auf die Straße gegangen. Wegen der Proteste musste eigens Premier Wladimir Putin in das kleine Provinzstädtchen einfliegen, um den sozialen Frieden wieder herzustellen.
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