|
Montag, 31.08.2009
Polen hofft auf Putins Abbitte für Hitler-Stalin-Pakt
Danzig. Russlands Premier Wladimir Putin nimmt an den Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag des Anfangs des Zweiten Weltkriegs in Danzig teil. Die polnische Regierung hofft, dass sich Putin dabei auch für den Hitler-Stalin-Pakt entschuldigt.
|
|
Am 1. September 1939 entfachte Deutschland mit dem Angriff auf die polnische Westerplatte den Zweiten Weltkrieg. Der sechs Jahre dauernde Krieg forderte Schätzungen zufolge rund 55 Millionen Todesopfer.
|
Nur wenige Tage (am 23. August 1939) vor dem Angriff der Wehrmacht hatte der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop in Moskau einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion unterzeichnet. Auf sowjetischer Seite setzte der Volkskommissar für Auswärige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow seine Unterschrift unter das Dokument.
Dennoch ging der Vertrag als Hitler-Stalin-Pakt in die Geschichte ein. Historiker glauben, dass erst dieser Vertrag Hitler freie Hand zum Überfall auf Polen ließ. In einem geheimen Zusatzprotokoll hatten sich Russen und Deutsche zudem über die Teilung Osteuropas verständigt.
|
Zu Sowjetzeiten wurde das Vorhandensein des Zusatzprotokolls von Moskau geleugnet. Erst im Zuge der Perestroika gestand KP-Generalsekretär Michail Gorbatschow, dass es die entsprechende Abmachung gegeben habe.
|
Ob sich Premier Putin tatsächlich für den Vertrag entschuldigen wird, ist derzeit alles andere als sicher. In der Vergangenheit hatte er Forderungen der Balten, den Anschluss ihrer Länder an die Sowjetunion als Okkupation anzuerkennen abgelehnt. Es reiche, sich einmal entschuldigt zu haben, sagte Putin.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>