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Mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion begann auch für die Russen der Zweite Weltkrieg. (Foto: RIA Nowosti)
Mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion begann auch für die Russen der Zweite Weltkrieg. (Foto: RIA Nowosti)
Freitag, 22.06.2007

Jahrestag des Hitler-Überfalls auf die UdSSR begangen

Moskau. Heute vor 66 Jahren überfiel das nazistische Deutschland die Sowjetunion. Im Angedenken an die Opfer des Krieges finden zahlreiche Aktionen in ganz Russland statt. Der Sieg kostete die Sowjetunion Millionen Tote.

Am 22. Juni um 04:00 Uhr Moskauer Zeit überschritten deutsche Truppen trotz des gültigen Nichtangriffspakts (der berüchtigte Hitler-Stalin-Pakt von 1939) die russische Grenze. Der Vormarsch der Wehrmacht im Jahr 1941 konnte erst unmittelbar vor den Toren Moskaus gestoppt werden. Die endgültige Wende im Krieg brachte die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43.

Doch der Sieg war für die UdSSR mit vielen Opfern verbunden. Insgesamt sollen 25 Mio. Sowjetbürger während des Krieges umgekommen sein. Unter den Opfern waren viele Zivilisten, denn Hitler führte im Osten einen Vernichtungsfeldzug.

Kränze und Schweigen für die Opfer des Krieges



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Im Angedenken an die Opfer des Krieges legte heute Russlands Präsident Wladimir Putin einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer nieder. Der Trauerzeremonie wohnten nicht nur zahlreiche russische Regierungsmitglieder, sondern auch der ukrainische Premierminister Viktor Janukowitsch bei, der sich derzeit zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Moskau aufhält.

Das Oberhaus des russischen Parlaments, der Föderationsrat, legte eine Schweigeminute ein. „Das ewige Andenken ist das wenigste, was wir den Soldaten des Jahres 1941 geben können“, sagte der Vorsitzende des Föderationsrats Sergej Mironow anschließend. Der 22. Juni werde für Russland stets ein Trauertag sein.

Gedenkaktionen seit dem frühen Morgen



Die ersten Gedenk-Aktionen begannen bereits um 04:00 Uhr in der Nacht. Teile der Kremlbewegung „Gemeinsam Gehende“ versammelten sich mit Weltkriegsveteranen im Alexandergarten, um Kränze am Grab des Unbekannten Soldaten niederzulegen.

Mitglieder der Kremljugend „Naschi“ hielten derweil vor allen Botschaften der ehemaligen Sowjetrepubliken kleine Gedenkveranstaltungen ab. Zum Schluss sammelte sich dann eine etwa 600-köpfige Menge auch vor der estnischen Botschaft und stellte eine Ein-Meter-große Kerze auf. Zu Provokationen und Handgreiflichkeiten kam es dabei glücklicherweise nicht.

Die Bewegung „Naschi“ hatte nach der Entfernung des sowjetischen Kriegerdenkmals aus dem Stadtzentrum von Tallinn tagelang die estnische Botschaft blockiert. Aktivisten der Bewegung hatten die Esten als Faschisten beschimpft, Scheiben der Botschaft eingeworfen und sogar mit dem Abriss des Gebäudes gedroht.

Ganz Russland gedenkt der Opfer



Auch in anderen Städten gab es Gedenkaktionen. In St. Petersburg stellten „Jabloko-Anhänger“ entlang der Fontanka-Uferpromenade 1418 Kerzen auf- für jeden Tag des Krieges eine Kerze. Im belagerten Leningrad mussten die Bewohner der Stadt während der Blockade dort ihr Trinkwasser holen.

Ähnliche Traueraktionen finden in den sibirischen Städten Irkutsk und Barnaul statt. Selbst im fernöstlichen Wladiwostok gab es eine Trauerkundgebung. Vertreter verschiedener politischer Parteien und Bewegungen gedachten am Denkmal für die gefallenen Seeleute der Pazifikflotte gemeinsam der Opfer des Zweiten Weltkrieges.

(ab/.rufo/Moskau)

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