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Donnerstag, 11.02.2010
Polizist bekommt 15 Monate Haft für Todesschuss
Kysyl. Ein Gericht in der sibirischen Republik Tuwa hat einen Verkehrspolizisten zu 15 Monaten Haft verurteilt. Er hatte bei einer Verkehrskontrolle einen 17 Jahre alten Schüler erschossen und dessen Freundin schwer verletzt.
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Der Fall hatte weit über die Grenzen der Provinz an der mongolischen Grenze für Aufsehen gesorgt. Zunächst hatte der Polizist behauptet, der junge Autofahrer sei bei der Kontrolle betrunken gewesen und hätte einen Gegenstand aus der Tasche gezogen, der wie eine Pistole ausgesehen habe.
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Dabei hatte der beim Schwarzfahren ertappte Schüler - der noch gar keinen Führerschein besitzen kann – nur den Rückwärtsgang eingelegt, weil er offenbar hoffte, so entkommen zu können.
Der Schuss des GAI-Inspektors durch das Seitenfenster des Lada durchschlug den Hals des Schülers und traf dessen Beifahrerin im Bauch. Wie sich später herausstellte, war der junge Mann nicht betrunken - und der Polizist hatte nach dem verhängnisvollen Schuss eine Spielzeugpistole in das Auto geworfen.
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Der "Gaischnik" wurde jetzt zu 15 Monaten Haft in einer Strafkolonie verurteilt und erhielt zudem zwei Jahre Berufsverbot.
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Die Familien der beiden Opfer wollen ihn zudem noch in einem Zivilverfahren auf jeweils 2 Mio. Rubel (ca. 48.000 Euro) Schmerzensgeld verklagen.
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