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Montag, 24.08.2009
Urteil: Kritik an Astrachans Gouverneur ist Rowdytum
Astrachan. Einschränkung der Meinungsfreiheit oder gerechte Strafe für öffentliche Verunglimpfung? In Astrachan wurde eine Frau wegen Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt. Sie hatte den Gouverneur im Beisein von Präsident Dmitri Medwedew kritisiert.
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Als Medwedew in der vergangenen Woche Astrachan besuchte, zeigte ihm der Gouverneur Alexander Schilkin die frisch renovierte Ufermeile an der Wolga. Die Straße wurde mit Gazprom-Geldern saniert.
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Zur gleichen Zeit war auch Nadja Fokina, eine gebürtige Astrachanerin, auf der Uferstraße. Als sie den Präsidenten und Gouverneur sah, habe sie laut Schimpfworte gebrüllt, sagte ein anwesender Polizist. "Man kann sagen, sie hat damit die Hand gegen den Präsidenten erhoben", erklärte das zuständige Polizeirevier.
Fokina bestreitet den Vorwurf, Schimpfworte gebraucht zu haben. Sie habe lediglich dem Gouverneur vorgeworfen, dass er Potjemkinsche Dörfer zeige. Er solle statt der frisch renovierten Uferstraße lieber zwei baufällige Straßen ganz in der Nähe präsentieren, habe sie gerufen.
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Der Wortwechsel hatte ein Nachspiel für die resolute Frau. Am Abend besuchte die Polizei ihre Wohnung. Da sie nicht da war, kamen die Beamten am nächsten Morgen erneut vorbei.
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Anschließend musste Fokina aufs Revier und schließlich vor Gericht. Dort wurde sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu einer Geldstrafe von 500 Rubel (elf Euro) verurteilt. Als Belastungszeuge dienten ein Polizist und ein Obdachloser.
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Fokina will nun gegen das Urteil Berufung einlegen. Der Pressedienst des Gouverneurs will diesen Vorfall nicht kommentieren.
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