Chronik der Überfälle mit rassistischem Hintergrund
13. Juli 1999 – Moskau. Anschlag auf den Direktor der jüdischen Gemeinde in der Synagoge, Leopold Kaimowski. Er wird verletzt.
23. Dezember 2000 – Moskau. Anschlag auf den Direktor der Föderation der Jüdischen Gemeinden der GUS in der Synagoge, Alan Berkowski. Der Direktor wird schwer verletzt.
20. Februar 2002 – Woronesch. Überfall auf den 24-jährigen Studenten Amaro Antonio Limo aus Guinea-Bissau. Er stirbt an den Verletzungen.
17. September 2003 – Jekaterinburg. Überfall auf den afrikanischen Journalisten des Kanals „OTV“, Martin Adams Halane. Er wird verletzt und beraubt.
5. März 2004 – Moskau. Explosion vor dem Forschungszentrum für Judaistik. Ein Mann wird verletzt.
14. Oktober 2004 – St. Petersburg. Der 20-jährige Vietnamese Wu An Tuan wird ermordet.
9. Februar 2004 – St. Petersburg. Überfall auf die Soltanow-Familie aus Tadschikistan. Das neunjährige Mädchen stirbt an Verletzungen, die Eltern werden ins Krankenhaus gebracht.
14. Januar 2005 – Moskau. Anschlag auf einen Mitarbeiter den jüdischen Kulturzentrums Fomiuk Eilijar. Er wird schwer verletzt.
14. Januar 2005 – Moskau. Anschlag auf den Präsidenten der jüdischen Liga „Magen“ Alexander Lakschin. Er wird verletzt.
30. Januar 2005 – Woronesch. Überfall auf Antoniu Gomischi – Student aus Guinea-Bissau. Er wird verletzt.
15. Juni 2005 – Woronesch. Überfall auf zwei chinesische Studenten. Sie werden beraubt und verprügelt.
30. Juni 2005 – Woronesch. Überfall auf den 24-jährigen französischen Studenten Artoir Klesch. Er wird verletzt und beraubt.
11. Oktober 2005 – Woronesch. Ein 18-jähriger Student aus Peru wird ermordet.
18. November 2005 – St. Petersburg. Der Student und Antifaschist Timur Katscharawa wird ermordet.
24. Dezember 2005 – St. Petersburg. Überfall auf einen kenianischen Studenten. Er wird schwer verletzt. Einige Stunden später wird ein Student aus Namibien, Kamhen Leon, ermordet.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)