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| Mit dem Stück Rummelplatz schließt das Berliner Maxim-Gorki-Theater das siesjährige NET-Festival in Moskau ab. (Foto: netfest.ru) | |
Montag, 16.11.2009
NET-Festival: Theater nach dem Mauerfall
Moskau. Mauerfall und Aussichten für die Zukunft Europas – das sind die Themen, um die es beim diesjährigen Festival „Neues Europäisches Theater“ in Moskau geht. Als Spezialgast ist das Maxim-Gorki-Theater aus Berlin dabei.
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„Das NET-Festival zeigt in Moskau seit Jahren europäisches Theater, was erst nach dem Mauerfall und dank dem Mauerfall möglich wurde“, sagte Organisator Roman Dolschanski bei der Presse-Konferenz vor Festivalseröffnung am letzten Freitag.
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Das Festival findet in der russischen Hauptstadt seit mehr als zehn Jahren jeden November statt. In den ersten Jahren nach seiner Gründung begann es auch genau am 9. November, dem Tag des Mauerfalls.
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Dieses Theater wurde erst mit dem Mauerfall möglich In disem Jahr läuft das NET-Festival vom 15. bis zum 27. November auf den Bühnen des Theaterzentrums „Na Strastnom“, des Theaters des jungen Zuschauers und des Meyerhold-Zentrums ab. Mit ihren Gastspielen treten Theater aus Vilnius, Warna, Kiew, Antwerpen, Rotterdam, Berlin und Paris auf.
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Die meisten Aufführungen aus dem diesjährigen Programm sind nicht unbedingt direkt mit dem Mauerfall verbunden. Es handelt sich viel mehr um Überlegungen zu den heutigen europäsichen Werten sowie zu einer Zukunft Europas.
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Stoff zum Nachdenken über Europa Mit Optimismus greift das Thema die theatralisierte Vorlesung „Europeana“ des französischen Dramaturgen David Lescot auf. „Schon als wir in der EU zu 15 waren, kam es uns schwierig vor.
Und heute sind wir zu 27. Ich will deshalb über die Probleme eines solchen Zusammenlebens erzählen, aber auch über die Hoffnung, dass es uns trotzdem gelingt“, meinte Lescot, der bei der Pressekonferenz dabei war.
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Über die europäischen Werte spricht der skandalös bekannte belgische Dramatiker Jan Fabre in seiner neuen Aufführung „Orgie der Toleranz“. In Bezug auf das Stück mussten die Organisatoren schon im Programm vor „harten Szenen und Worten“ warnen.
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Trotz der „Härte“ müsse die „Orgie“ jedoch gesehen werden, so Roman Dolschanski: „Die Stücke von Fabre sind immer äußerst gut und geben viel Stoff zum Nachdenken“, sagte er.
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Es gibt aber auch Versuche einer Analyse der europäischen Geschichte im ganzen 20. Jahrhundert, wie etwa im Stück „Der große Krieg“ der niederlänischen Theatergruppe Hotel Modern.
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Zwei Darsteller spielen mit viel Animation die Ereignisse des Ersten Weltkrieges nach, der nach ihrer Meinung der Hauptauslöser für die Unglücke des 20. Jahrhunderts war.
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| Info |
| Tickets zu den Veranstaltungen werden im Büro des NET-Festivals, Strastnoj Boulevard 10, Tel.: (495) 741 92 58, verkauft. |
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Immer mit einem großen deutschen Stück abrunden Deutsche Darsteller sind seit der elfjährigen Existenz des Festivals immer dabei. „Es ist objektive Realität, dass das gegenwärtige deutsche Theater sehr stark ist. Deshalb runden wir unsere Programme jährlich gern mit einem „großen deutschen Stück“ ab“, so Dolschanski.
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So waren in den letzten Jahren im Rahmen dieses Festivals die Berliner Schaubühne mit „Drei Schwestern“ und das Deutsche Theater Berlin mit „Emilia Galotti“ in Moskau mit dabei.
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Der diesjährige Gast aus Deutschland ist das Berliner Maxim-Gorki-Theater mit dem Stück „Rummelplatz“. Sein Intendant Armin Petras führt darin den gleichnamigen Geschichtsroman von Werner Bräunig auf, der 1965 in Ostdeutschland entstanden war und erst 2007 vollständig erscheinen konnte.
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Der „Rummelplatz“ wird als Abschlussveranstaltung des NET-Festivals am 27. November im Moskauer Theater des jungen Zuschauers aufgeführt.
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