 |
|
| Die beiden Gewinner des Schukowski-Preises, Boris Chlebnikow und Anna Schibarowa - im Hintergrund Andrea von Knoop (Foto: VDW) | |
Donnerstag, 26.10.2006
VDW verleiht Schukowski-Preis für Literatur-Übersetzer
Moskau. Zum fünften Mal verlieh der Verband der Deutschen Wirtschaft (VDW) am Mittowch den Schukowski-Preis für literarische Übersetzer. Ausgezeichnet wurden Boris Chlebnikow und Anna Schibarowa.
|
|
Nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber“ lud der VDW zur Preisübergabe und einem anschließenden festlichen Empfang rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien ins luxuriöse Hotel Baltschug-Kempinski ein. Mit dem Preis solle „die Förderung des gegenseitigen Sprachverständnisses, die intellektuelle und Völker verbindende Leistung bei der Übertragung deutscher Werke ins Russische, die Liebe zur Literatur und die Vertiefung der kulturellen Bande zwischen Deutschland und Russland gewürdigt“ werden, heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes dazu.
|
Chlebnikow – ein Mittler zwischen Kulturen
|
Boris Chlebnikow, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, kann wohl tatsächlich als „Mittler zwischen den Kulturen“ bezeichnet werden. Der Leiter der Jury, Solomon Apt, lobte vor allem die hervorragenden Prosaübersetzungen des inzwischen 63jährigen Übersetzer. Chlebnikow machte sich einen Namen durch die Übertragung der deutschen Gegenwartsliteratur.
|
Seine Arbeit machte die Verbreitung deutscher Autoren wie Günter Grass, Stefan Heym oder Christoph Hein unter dem russischen Publikum erst möglich. Für seine Bemühungen um die deutsche Sprache bekam er von der Jury den mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis zugesprochen.
|
Nachwuchspreis für Schibarowa
|
Zum zweiten Mal nach 2004 vergibt der VDW den mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchspreis. Die Preisträgerin Anna Schibarowa sei zwar erst am Beginn ihrer Karriere, aber bereits „keine Anfängerin “ mehr, lobte Alexej Michejew, Chefredakteur der Zeitschrift „Inostrannaja literatura“, die junge Übersetzerin. Neben Kinderbüchern hat Schibarowa auch schon Texte sprachlich durchaus anspruchsvoller Autoren wie Jürgen Habermas oder Elias Canetti ins Russische übertragen.
|
Der Schukowski-Preis wird im Angedenken an den russischen Dichter und Übersetzer Wassili Schukowski (1783 – 1852) überreicht. Als Übersetzer machte er sich einen Namen durch die Übertragung von Homers „Ilias“ und „Odyssee“, aber auch durch seine Schiller-Übersetzungen.
|
(ab/.rufo)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>