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| Auch für die Entwicklung neuer Mobilfunkdienstleistungen sind Programmierer nötig (Foto: rufo) | |
Donnerstag, 09.12.2004
IT-Branche in Russland wird erwachsen
Moskau. Russlands IT-Branche wird im Jahr 2004 um voraussichtlich etwa 40 Prozent wachsen. Dabei vollzieht sich die Entwicklung nicht mehr sprunghaft, sondern „evolutionär“, ein Anzeichen für die gewachsene Reife der Branche meinen Marktteilnehmer. Der endlich in Gang gekommene Dialog mit dem Staat über notwendige Verbesserungen der Steuer- und Ausbildungsbedingungen gibt Grund für weiteren Optimismus.
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Der bekannte Branchenanalyst Roman Borowko schätzt, dass der IT-Sektor in den nächsten zwei – drei Jahren ohne staatliche Hilfe etwa 30 – 40 Prozent jährlich wachsen können. „Mit staatlicher Hilfe sind sogar bis zu 70 Prozent möglich“, sagte der Analyst auf dem Presseklub der Vereinigung russischer IT-Unternehmen Russoft am Mittwoch.
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Es scheint, dass auch die russischen Beamten und Politiker inzwischen das Potential des Marktes erkannt haben. Russland erhöht die Finanzierung des Zielprogrammes „Elektronisches Russland“ 2005 um 57 Prozent auf 2,233 Mrd. Rubel (60 Mio. Euro). Der stellvertretende Kommunikationsminister Milowanzew machte deutlich, warum die Regierung auf die Branche setzte.
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„Weltweit beläuft sich der Umfang der Ölbranche auf 800 Mrd. USD bei einem Wachstum von ein – drei Prozent jährlich. Die IT-Branche hat ein Volumen von 900 Mrd. USD und wächst mit jährlich etwa acht Prozent.“ Russland habe von diesem Kuchen bisher einen viel zu geringen Anteil, der sich aber aufgrund des schnellen Wachstums durchaus vergrößern lasse, wenn der Staat die entsprechenden Voraussetzungen schaffe.
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Probleme: Steuern und Ausbildung
Besonders am Herzen liegt der Branche die Verbesserung der Steuer- und Ausbildungssituation. Im Gegensatz zu Indien müssen in Russland die IT-Unternehmen eine ganze Reihe von Steuern von Mehrwertsteuern bis zu Exportabgaben bezahlen.
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Ebenso scharf ist das Nachwuchsproblem. Zwei Grundprobleme tauchen bei der Ausbildung russischer Informatikstudenten auf. Einerseits ist das Niveau der jungen Programmierer oft nur mittelmäßig, andererseits haben sie große Sprachschwierigkeiten.
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Während sich das erste Problem durch Weiterbildung in den Unternehmen relativ schnell lösen lässt, könnte sich die Sprachbarriere zum Wachstumshindernis für russische Unternehmen entwickeln. Die Auftraggeber sitzen in den USA und Westeuropa, fordern also Programme in englischer oder deutscher Sprache.
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(ab/.rufo)
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