Michail Gorbatschow ist in Deutschland wesentlich beliebter als in seiner Heimat Russland (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 07.05.2008 17:37
Michail Sergejewitsch Gorbatschow
Ex-Präsident der Sowjetunion. Vorstandsmitglied des deutsch-russsischen Petersburger Dialogs. Gründer und Vorsitzender der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Russlands. Präsident des Gorbatschow-Fonds. Friedensnobelpreisträger (1990).
Zitat: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Geboren: 2. März 1931 im Dorf Priwolnoje, Gebiet Stawropol, Südrussland. Laufbahn: Jura-Studium in Moskau. Karriere im kommunistischen Jugendverband. Mitglied des ZK der KPdSU. Mitglied des Politbüros. Generalsekretär der KPdSU. Beginnt Perestroika und Glasnost. Gorbatschow stimmt der deutschen Wiedervereinigung zu, erhält Friedensnobelpreis. August 1991 Putsch gegen Gorbatschow. Ende 1991 Rücktritt als Präsident der Sowjetunion. 1996 Russischer Präsidentschaftskandidat. Freunde: Perestroika-Ideologe Alexander Jakowlew und Musiker Mstislaw Rostropowitsch sind inzwischen tot. Jabloko-Parteichef Grigori Jawlinski, Tschingis Aitmatow, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher. Feinde: Erzfeind Boris Jelzin ist 2007 gestorben. Anatoli Lukjanow (Ex-Vorsitzender des Obersten Sowjets), Erich Honecker. Skandale: Versuchte den Russen das Trinken zu verbieten. (Antialkoholkampagne 1985)Trinkt in letzter Zeit aber auch gerne einen guten Schoppen. Familie: Ehefrau Raissa Gorbatschowa, im Herbst 1999 an Leukämie gestorben. Tochter Irina ist Vize-Präsidentin der Gorbatschow-Stiftung. Zwei Enkeltöchter Xenia (Studentin) und Anastassia (Schülerin). Hobbies: Gorbatschow liest gerne Romane, ist Theaterfreund. Liebt Kino, Musik und Spaziergänge.
Laufbahn:
Seit 2001: Vorstandsmitglied des deutsch-russsischen Petersburger Dialog. 1992 – 2001: Präsident der Internationalen Stiftung für Sozial-Ökonomische und Politologische Forschungen (Gorbatschow-Fond).
1996: Russischer Präsidentschaftskandidat. Bekam aber nur 0,51 %.
25. Dezember 1991: Gorbatschow tritt als Präsident der Sowjetunion zurück. Die UdSSR hört zum Jahreswechsel auf zu existieren.
19. bis 21. August 1991: Putschversuch in Moskau. Gorbatschow wird auf seiner Datscha auf der Krim festgehalten. Nach seiner Rückkehr nach Moskau kann er die Unabhängigkeitsbestrebungen der UdSSR-Teilrepubliken nicht mehr bändigen.
Oktober 1990: Für seine Entspannungspolitik erhält Gorbatschow den Friedensnobelpreis.
Frühjahr 1990: Gorbatschow stimmt der deutschen Wiedervereinigung zu.
März 1990 bis Dezember 1991: Präsident der UdSSR.
Oktober 1989: Vergeblich fordert Gorbatschow beim Staatsbesuch in Ost-Berlin von Erich Honecker, ebenfalls auf Reformkurs zu gehen.
Juni 1986: In der Sowjetunion beginnt die Perestroika. Gorbatschow und sein Chefideologe Alexander Jakowlew beginnen die Demokratisierung der Sowjetunion. Bis 1990 Abschaffung der Pressezensur, Glasnost in den Medien. Gleichzeitig verschärft sich die Wirtschaftskrise immer weiter.
November 1985: Erstes Gipfeltreffen mit US-Präsident Ronald Reagan. Gorbatschow beginnt seine außenpolitische Entspannungspolitik, die zum Ende des Kalten Krieges führt.
11. März 1985: Gorbatschow wird Generalsekretär der KPdSU. Gibt zum ersten Mal öffentlich zu, dass die sowjetische Planwirtschaft in einer tiefen Krise steckt.
1983: Nach dem Tod von Generalsekretär Juri Andropow wird entgegen dessen letzten Willen nicht Gorbatschow, sondern der schwerkranke Konstantin Tschernenko neuer mächtigster Mann im Kreml.
1980: Mitglied des Politbüros.
1971: Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU.
Ab 1955: Karriere beim Kommunistischen Jugendverband und der Parteiorganisation im Gebiet Stawropol.
1950 – 1955: Jura-Studium an der Moskauer Lomonossow-Universität.
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Freunde und Team:
Perestroika-Ideologe Alexander Jakowlew, Musiker Mstislaw Rostropowitsch, Jabloko-Parteichef Grigori Jawlinski, Tschingis Aitmatow, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher.
Feinde:
Erzfeind Boris Jelzin. Anatoli Lukjanow (Ex-Vorsitzender des Obersten Sowjets, ehemaliger Freund, der im August 1991 dann aber die Putschisten unterstützte), Erich Honecker.
Familie und Eltern:
Gorbatschows Eltern waren einfache Bauern. Ehefrau Raissa Gorbatschowa, im Herbst 1999 an Leukämie gestorben. Tochter Irina ist Vize-Präsidentin der Gorbatschow-Stiftung. Gorbatschow hat zwei Enkeltöchter Xenia (Studentin) und Anastassia (Schülerin).
Hobbies, Charakter:
Gorbatschow liest gerne Romane, ist Theaterfreund. Liebt Kino, Musik und Spaziergänge. Gorbatschow ist Ehrenbürger u.a. von: Berlin (seit 1992), Aberdeen (Großbritannien, 1993), Piräus (1993), Florenz (1994). Redet gerne und viel über sich.
Zitat:
„Die Sache läuft.”
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)