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Dienstag, 21.03.2006
16 Jahre Haft für Synagogen-Attentäter gefordert
Moskau. Im Prozess gegen einen jungen Moskauer, der im Januar in einer Synagoge der Stadt Amok gelaufen war, hat die Staatsanwaltschaft am Montag 16 Jahre Haft gefordert. Diese Strafe sei gerechtfertigt, obwohl ein Psychiater dem Angeklagten eine eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit bescheinigt hatte, sagte die Staatsanwältin Medienberichten zu Folge. Mit einem Urteil in dem Prozess wird in den kommenden Tagen gerechnet.
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Der 20-jährige Attentäter war am 11. Januar mit einem Messer bewaffnet in die Synagoge an der Bolschaja-Bronnaja-Straße eingedrungen und hatte dort wahllos die Gottesdienstbesucher niedergestochen. Neun Menschen wurden teils schwer verletzt. Während des Amoklaufs schrie der Täter antisemitische Parolen.
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Vor Gericht hatte sich der Amokläufer nicht schuldig bekannt, da das russische Strafgesetzbuch „von der jüdischen Mafia“ geschrieben worden sei. Die Eltern des jungen Mannes gaben vor Gericht an, ihr Sohn habe nie zu Gewalttätigkeiten geneigt. Er habe offenbar nach dem Krebstod seiner Schwester den Verstand verloren.
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(epd/kp)
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