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Dienstag, 08.12.2009
20 Jahre später: Gorbatschow bekommt Reagans Pontiac
Moskau. Ein Moskauer Geschäftsmann möchte Michail Gorbatschow ein Auto schenken, dass dieser vor 20 Jahren von seinem damaligen US-Kollegen Ronald Reagan verehrt bekam. Es handelt sich um einen eher dezenten Pontiac Grand Prix.
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Ein sowjetischer KP-Generalsekretär in einer US-Limousine auf Moskaus Straßen? Das war 1989 undenkbar – Michail Gorbatschow musste sich kraft Amtes in den heimischen ZIL-Limousinen chauffieren lassen. Der ihm von Reagan geschenkte Pontiac Grand Prix wanderte deshalb in das Automuseum des damals noch auf Hochtouren laufenden Moskwitsch-Autowerks AZLK.
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Im Lauf der Zeit zerfiel die Sowjetunion, Gorbatschow wurde Privatier – und AZLK ging sang-und klanglos pleite. Das Werksmuseum wurde zunächst von dem Moskauer Geschäftsmann Michail Slipentschiuk ersteigert.
Später verschenkte dieser die Moskwitsch-Kollektion wieder an die Moskauer Stadtverwaltung – mit Ausnahme des Pontiac, denn der habe schließlich keine Bedeutung für die lokale Automobilgeschichte.
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Der Pontiac – kein klassischer Straßenkreuzer, sondern eher ein schlichter, aber schnittiger Mittelklassewagen – sei bis heute in fahrbereitem Zustand, so Slipentschiuk.
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Zu Gorbatschows nächstem Geburtstag im März möchte er ihm dieses Auto nun seinerseits schenken, kündigte der Geschäftsmann an.
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Fragt sich nur, ob Gorbi bereit ist, dass nicht mehr ganz taufrische Geschenk aus zweiter Hand auch anzunehmen.
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