Fußball-Nationalelf: Hiddink darf bis Sommer bleiben
Moskau. Der russische Fußballverband hat einen neuen Präsidenten: Sergej Fursenko. Die Zukunft des bisherigen Nationaltrainers Guus Hiddink ist nun ungewiss. Bis Sommer soll Hiddink erst einmal weitermachen.
Fursenko "beerbte" vor einigen Tagen Vitalo Mutko als Präsident des russischen Fußballverbands. Mutko musste den Posten abgeben, da er bereits Sportminister ist und nicht zwei Ämter gleichzeitig ausüben darf.
Galt Mutko jedoch als Anhänger von Trainerfuchs Hiddink, so kann man das vom ehemaligen Zenit-Präsidenten Fursenko nur bedingt behaupten. Zudem tobt hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen verschiedenen Clans.
Zuletzt hatte der russische Oligarch Roman Abramowitsch, der Mutko nahesteht das Gehalt von Hiddink, laut Medienberichten immerhin drei Millionen ˆ pro Jahr, bezahlt.
Fursenko erklärte nach einem Gespräch mit Hiddink, dass dieser seinen Vertrag erfüllen solle. Der Vertrag läuft im Sommer aus. Eigentlich sollte der Holländer die Sbornaja bei der Fußball-WM in Südafrika coachen, doch Russland scheiterte in der Gruppenphase zunächst an Deutschland und im Entscheidungsspiel dann gegen Slowenien.
Über die weitere Zukunft Hiddinks wurde noch nicht entschieden. Nach Angaben Fursenkos sind Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung "verfrüht". Es sieht nach Abschied aus.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.( Topfoto: Mrozek/.rufo)