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Montag, 07.07.2008
Gazprom muss freien Zugang zur Pipeline schaffen
Moskau. Die russische Regierung hat den Gasmonopolisten Gazprom aufgefordert, die Pipelines auch für andere Gas-Anbieter zu öffnen. Die Initiative stammt von Vize-Premier Igor Setschin, der als Aufsichtsratschef beim Ölkonzern dessen Interessen vertritt.
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Gazprom (Gasprom) ist Besitzer des russischen Gaspipeline-Systems. Alle anderen Förderer von Gas sind daher gezwungen, den Rohstoff an Gazprom verkaufen, wenn sie ihn loswerden wollen.
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Was Gazprom nicht abkauft, müssen die anderen Förderunternehmen selbst verbrauchen oder vernichten. So fackeln die russischen Ölkonzerne etwa ein Viertel des mit dem Erdöl geförderten Erdölgases einfach ab, weil sie es nicht absetzen können.
Lukoil verkauft einen Teil seines Gases zu einem Preis von 48 USD für 1.000 Kubikmeter, obwohl selbst innerhalb Russlands der Marktpreis schon bei 71 USD liegt, ganz zu schweigen von den Exportpreisen jenseits der 200-USD-Marke.
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Noch größere Probleme gibt es zwischen Gazprom und dem anderen russischen Staatskonzern Rosneft, da sich die beiden Unternehmen nicht über den Preis einigen können, zu dem Gazprom das Gas abnimmt.
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Nun soll Gazprom allerdings gezwungen werden, das Gas abzunehmen. Die russische Antimonopolbehörde versucht seit langem, Gazprom dazu zu bewegen, die Pipelines für andere Anbieter zu öffnen.
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Am Wochenende beauftragte dann Vize-Premier Igor Setschin die beiden Streitparteien bis zum 5. August einen Kompromiss zu finden. Ziel sei es, dass alle Gasproduzenten ungehinderten Zugang zu den Pipelines haben, erklärte Setschin. Dabei müssten aber auch die Interessen Gazproms gewahrt bleiben, heißt es. Wie dieser Kompromiss aussehen soll, muss nun innerhalb eines Monats entschieden werden.
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