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Dienstag, 20.10.2009
Haftbefehl gegen Republik-Innenminister wg. alter Sünden
Moskau. Ein Moskauer Gericht hat heute gegen den burjatischen Innenminister und Polizeichef Viktor Sjusjura Haftbefehl erlassen. Vorgeworfen werden ihm allerdings Dienstverbrechen, die er auf seinem früheren Posten am Schwarzen Meer begangen haben soll.
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Der inzwischen suspendierte Sjusjura leitete das Innenministerium der ostsibirischen Republik Burjatien seit März 2006. Zuvor war er Chef der Transport-Polizei für den russischen Küstenabschnitt am Asowschen und Schwarzen Meer.
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In dieser Funktion habe der Spitzenbeamte Schmuggler gedeckt, die illegal Waren aus dem Nahen Osten ins Gebiet Krasnodar einführten und dafür jeden Monat eine Prämie erhalten, erklärten die Ermittler. Der von Sjusjura verursachte Schaden für den Staat wurde auf 20 Mio. Rubel (ca. 450.000 Euro) beziffert.
Der Haftbefehl gegen ihn erfolgte im Rahmen eines schon im November 2006 begonnenen Ermittlungsverfahrens gegen Schmuggler, die versucht hatten, über den Flughafen Sotschi zwei Flugzeugladungen mit türkischen Konsumgütern am Zoll vorbei ins Land zu bringen. 2008 waren sieben Beteiligte dieser Affäre zu Haftstrafen verurteilt worden.
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Sjusura erklärte vor dem Gericht, dass er zu Unrecht beschuldigt werde und mit den Ermittlern zusammenarbeiten werde. Den Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr wolle er anfechten.
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