|
Freitag, 02.01.2009
Juschtschenko bittet Europa im Gaskonflikt um Hilfe
Kiew. Die Ukraine will bei den Verhandlungen um die Gaslieferungen aus Russland europäische Experten einschalten. Eine ukrainische Delegation ist in Europa unterwegs, um für ihre Position zu werben.
|
|
Erste Station war Tschechien, das zurzeit den Vorsitz in der EU hat. Dort wurde vereinbart, in den nächsten Tagen zu der Frage zurückzukehren, ob europäische Experten an den Verhandlungen über die Lieferung von Gas an die Ukraine teilnehmen werden.
|
Derweil erklärte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko in einem Brief an europäische Staatsführer seine Sicht der Dinge im Gaskonflikt mit Russland. Die Quintessenz: Die Ukraine hat alles richtig gemacht.
In seinem Brief wendet sich Juschtschenko an die Regierungschefs von Österreich, Italien, Deutschland, der Slowakei, den USA, von Ungarn, Frankreich und Tschechien sowie an den Chef der EU-Kommission. Dies teilte die Pressestelle des ukrainischen Präsidenten mit.
|
Juschtschenko ist der Ansicht, die Ukraine habe alle mit Russland geschlossenen Vereinbarungen über die Gaslieferungen eingehalten. „Die ukrainische Seite hat am 30. Dezember alle Rechnungen für das 2008 erhaltene Gas beglichen“, so Juschtschenko.
|
Die russische Seite ist da ganz anderer Meinung. Gazprom-Chef Alexej Miller vermisst immer noch die fälligen 1,5 Milliarden Dollar auf den Konten seines Konzerns. Auch konnte man sich bisher nicht über eine Vertrags- verlängerung für 2009 einigen. Russland hat am 1. Januar die Gaslieferungen eingestellt.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>