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Mittwoch, 26.09.2007
Kasparow vs. Kadyrow: Rache für den „Banditen“
Moskau. Ex-Schachweltmeister und Oppositionspolitiker Garri Kasparow hat sich in Tschetschenien Feinde gemacht: Nachdem er das Republik-Oberhaupt Ramsan Kadyrow einen „Banditen“ nannte, kamen aus Grosny als Antwort Drohungen. Beide Seiten haben sich an die Staatsanwaltschaft gewandt.
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Garri Kasparow bekräftigte heute nochmals, dass er Ramsan Kadyrow für einen Banditen hält. „Ich bin bereit, es nochmals zu wiederholen: Ein Mensch, der stolz darauf ist, 15 Jahre lang Föderale umgebracht zu haben, ist ein Bandit. Er bleibt auch ein Bandit, selbst wenn Putin ihm einen Heldenorden umhängt“, so Kasparow auf seiner Webseite.
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Ähnlich hatte er sich schon am Sonntag auf einer Versammlung der Oppositionsorganisation „Anderes Russland“ in St. Petersburg geäußert. Daraufhin hatte das tschetschenische Parlament beschlossen, Kasparow wegen Beleidigung zu verklagen. Wenn es nicht gelänge, Kasparow auf juristischem Wege ins Gefängnis zu bringen, so könne man noch zu „anderen Mitteln“ greifen, sagte der Parlamentsvorsitzende Dukuwacha Abdurachimow: „Der Kaukasus hat seine eigenen Gesetze und Kasparow wird für seine Frechheiten bestraft.“
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Kasparow wandte sich daraufhin selbst an die Generalstaatsanwaltschaft mit der Bitte diese Aussagen auf ihre rechtliche Zulässigkeit hin zu prüfen. „Außerdem bitte ich darum, mir Polizeischutz vor den Drohungen seitens offizieller Vertreter der Tschetschenischen Republik zu gewähren“, so Kasparow in seiner Eingabe.
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Eine Sprecherin von Kasparows „Vereinigter Bürgerfront“ wies daraufhin, dass die Entschließung des tschetschenischen Parlaments keine Rechtskraft habe: Eine Anzeige wegen Beleidigung könne nur derjenige stellen, der sich beleidigt fühle. Es sei bedauerlich, dass die tschetschenischen Politiker die Gesetze so schlecht kennten.
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Ramsan Kadyrow hat sich seinerseits bislang nicht zu dem Wortgefecht geäußert.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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