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Mittwoch, 23.09.2009
Letzte Tote des Kraftwerksunglücks in Sibirien gefunden
Abakan. Im Wasserkraftwerk Sajana-Schuschinskaja ist eine weitere Leiche entdeckt worden. Vermutlich handelt es sich bei der Toten um Marina Rau, sie galt nach dem Unglück als vermisst. Damit steigt die Anzahl der Todesopfer auf 75.
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Das Unglück am größten Wasserkraftwerk Russlands ereignete sich am frühen Morgen des 17. Augusts. Bei der Überschwemmung des Maschinenraums kamen insgesamt 75 Menschen ums Leben.
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Der Katastrophenschutz dementierte allerdings Berichte, dass zwischendurch Einsturzgefahr für den Damm bestanden habe. Ein Dammbruch hätte zu einer Überschwemmung ungeheuren Ausmaßes in Sibirien geführt und unter anderem die Millionenstadt Krasnojarsk am Unterlauf des Jenissej bedroht.
Nach inzwischen vorliegenden Berichten sind Pfusch und Korruption für die Tragödie verantwortlich. Demnach soll die Wartung der Turbine, die explodierte und das Unglück damit verursachte, von einer Firma übernommen worden sein, die Verwandten der Kraftwerksleitung gehörte. Die Kraftwerksleitung nahm dann anschließend die Arbeiten ab.
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Der Schaden für den Betreiber des Kraftwerks, die Wasserkraftwerksgesellschaft RusHydro beläuft sich Schätzungen zufolge auf etwa eine halbe Milliarde Euro. Die Kosten für Reparatur und Stillstand sollen nach Plänen der Regierung teilweise durch Verkauf staatlicher Aktienpakete refinanziert werden.
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