Kasan. Der Lkw-Bauer Kamaz stoppt mal wieder die Produktion. Bereits zum achten Mal in diesem Jahr werden die Fließbänder angehalten. Diesmal ist die Pause jedoch relativ kurz – nur eine Woche lang müssen die Angestellten in den Zwangsurlaub.
„Kamaz hat sein Planziel für September erfüllt, über 2.000 Lkw wurden hergestellt“, begründete Pressesprecher Oleg Afanassjew den Produktionsstopp. Derzeit leiden alle Autoproduzenten unter der schwachen Nachfrage. Der russische Automobilmarkt ist um über 50 Prozent eingebrochen.
Für die Angestellten von Kamaz bedeutet der Urlaub auch eine Gehaltskürzung. Während der Pause werden ihnen zwei Drittel des Tarifs ausgezahlt.
Die russische Staatsholding Rostechnologii, Großaktionär bei Kamaz, will zur Überwindung der Krise ihre Automobilaktiva zusammenlegen. So sollen Kamaz und der Pkw-Produzent Avtovaz (Lada) eine gemeinsame Führung bekommen. An Kamaz ist der deutsche Fahrzeugproduzent Daimler mit 10 Prozent beteiligt, der französische Autokonzern Renault besitzt an Avtovaz 25 Prozent.
Von Schnee und Eis befreit sind Strom und Bäche. Noch gibt es reichlich Schnee, doch das Tauwetter hat in einigen Teilen Russlands schon eingesetzt. In diesem Jahr werden wegen des vielen Schnees Überflutungen befürchtet. (Topfoto: Ballin/.rufo)