|
Mittwoch, 10.02.2010
Minister: E-Mail-Adresse soll zu Passdaten gehören
Moskau. Igor Schtschegeljow, Russlands Minister für Massenkommunikation, hat vorgeschlagen, die persönlichen E-Mail-Adressen der Bürger in den Rang von Passdaten wie Passnummer und Meldeadresse zu erheben.
|
|
Laut Schtschegeljow könnte der E-Mail-Verkehr „ein verlässlicher Weg zur Zusammenarbeit der Behörden mit den Bürgern“ werden. In vielen anderen Ländern erlaubten derartige elektronische Dienstleistungen drastische Einsparungen für die Haushalte. So kämen in Kanada Behördenleistungen per elektronischer Post 44 Mal billiger als in physischer Form.
Vorerst steht dem in Russland aber das Gesetz entgegen. Im Gesetz über die persönlichen Daten wird die E-Mail-Adresse bisher nicht einmal erwähnt. Es bräuchte also zunächst eine Gesetzesänderung, so Experten.
|
Der russische Staat unternimmt in letzter Zeit – auch auf das ausdrückliche Betreiben von Präsident Dmitri Medwedew – ernsthafte Bemühungen, die oft unnötig komplizierte Bürokratie mit Hilfe moderner Methoden wie dem Internet zu vereinfachen.
|
Bislang müssen die Bürger aber noch für fast alle Behördenvorgänge die Ämter selbst aufsuchen und dem äußerst langsamen Postverkehr vertrauen.
|
Angaben darüber, wieviel Prozent der russischen Bürger bereits über eine persönliche E-Mail-Adresse verfügen und sie auch nutzen, wurden in diesem Zusammenhang auch nicht gemacht.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>