Moskau. Ein neuer Telefonvirus ist in Russland aufgetaucht. Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti sorgt er bei Handybesitzern schnell für hohe Telefonrechnungen.
Der Virus verschickt selbständig SMS an teure Nummern, erklärte Alexander Gostew, Experte des Antiviren-Programmherstellers Kaspersky. Eine SMS kann bis zu sechs USD kosten.
Dementsprechend schnell sind die Handybesitzer pleite. In Russland besitzen die meisten Menschen einen Prepaid-Vertrag. Ist das Geld alle, muss der Besitzer eines entsprechenden Mobilfunktelefons wieder Geld überweisen, um telefonieren zu können.
Nach Angaben von Gostew ist es praktisch unmöglich, ein Anti-Viren-Programm für Handys zu entwickeln. Daher müssten Besitzer sich genau informieren, welche Daten sie mit ihrem Handy vom Computer herunterladen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurden bereits 2004 mit Verbrechen in der Computerwelt 105 Mrd. USD in Russland verdient. 60 Prozent der Hacker sind zwischen 20 - 35 Jahre alt, 24 Prozent sind noch jünger.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)