|
Montag, 07.01.2008
Pensa: Endzeit-Sekte trotz der Kälte weiter im Erdloch
Pensa. Seit Anfang November hocken etwa 30 Mitglieder einer Endzeit-Sekte im zentralrussischen Gebiet Pensa in einer Erdhöhle, um den Weltuntergang zu erwarten. Auch der nun hereingebrochene klirrende Frost kann sie nicht hervorlocken.
|
|
Pünktlich zum Jahreswechsel sind die Temperaturen im europäischen Teil Russlands teilweise rapide gefallen. Im Gebiet Pensa an der Wolga herrschen derzeit Frosttemperaturen von 20 Grad unter Null. Den Sektanten gehe es allerdings trotz der Kälte körperlich gut, teilten die Sicherheitsbehörden mit. „Unseren Informationen nach hat der hereingebrochene Frost sich nicht auf die Gesundheit der Einsieder ausgewirkt“, sagte ein Polizeisprecher
|
Keiner der unter der Erde Eingeschlossenen habe um Hilfe gebeten. Die von den Behörden angebotene Evakuierung sei trotz regelmäßiger Kontaktaufnahme von außen stets abgelehnt worden, teilte der Sprecher mit.
|
Die Polizei geht davon aus, dass die Sekte genügend Brennstoff und Proviant mitgenommen hat, um bis Mai unter Tage auszuharren. Nach Überzeugung der Sektanten ist um diese Zeit der Weltuntergang zu erwarten.
|
Unter den Höhlenbewohnern befinden sich auch mindestens zwei Kinder. Der Anführer der Sekte, Pjotr Kusnetzow, ging allerdings nicht mit seinen Jüngern in den Untergrund. Er sei in einer anderen Mission unterwegs, sagte er seinen Anhängern zum Abschied im Oktober. Die Polizei nahm ihn kurz darauf in Gewahrsam. Derzeit ist der Mann in einer Psychiatrie untergebracht.
|
(ab/.rufo/Moskau)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>