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Montag, 27.08.2007
Politkowskaja-Mord: Geheimdienst-Mitarbeiter verwickelt
Moskau. In den Mord an der Journalistin sollen Beamte des Russischen Geheimdiensts FSB und der Russischen Innenministeriums MID verwickelt sein. Das erklärte heute der Generalstaatsanwalt Juri Tschaika bei einer Pressekonferenz. Gleichzeitig nannte Tschaika das Oberhaupt einer Moskauer kriminellen Vereinigung als Hauptdrahtzieher des Mordanschlags. Der Mann sei tschetschenischer Herkunft, den Familiennamen nannte Tschaika nicht.
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„Die Ermittlungen zur Aufklärung des Verbrechens dauerten zehn Monate lang an. Insgesamt wurden jetzt zehn Personen festgenommen, darunter auch die direkten Organisatoren und die Vollstrecker des Verbrechens“, so Tschaika.
„Ich will gleich sagen, dass bei der Überwachung und der Übermittlung von Informationen über Politkowskaja leider auch ein amtierender und ein ehemaliger Mitarbeiter der Innenministeriums und ein Mitarbeiter des Föderalen Sicherheitsdiensts beteiligt waren. Sie wurden ebenfalls verhaftet“, so der Generalstaatsanwalt.
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Die Journalistin Politkowskaja war am 07. Oktober 2006 im Treppenhaus ihres Wohnblocks auf der Lesnaja-Straße im Zentrum Moskaus erschossen worden. Der Täter gab die Schüsse aus unmittelbarer Nähe ab und konnte unerkannt fliehen.
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Der Mord am helllichten Tag hatte international für Bestürzung gesorgt. Die Beziehungen vieler westlicher Regierungen zu Russland kühlten danach merklich ab. Medienkommentare gingen sogar soweit und bezeichneten die Russische Regierung als Auftraggeber.
(cj/.rufo/Moskau)
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