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Freitag, 11.08.2006
Tadschikischer Muslimführer Nuri gestorben
Moskau. In Tadschikistan ist der einflussreiche Muslimführer Said Abdullo Nuri im Alter von 59 Jahren gestorben. An der Beisetzung in der Hauptstadt Duschanbe nahmen mehrere tausend Anhänger statt, meldete Radio Liberty. Nuri war zuletzt schwer krebskrank und wurde unter anderem mehrfach in Deutschland behandelt.
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Bereits zu Sowjetzeiten hatte Nuri im Untergrund eine fundamentalistische Auslegung des Islam gepredigt und wurde deswegen noch wahrend der Perestroika-Ära zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Als die UdSSR zerfiel, wurde Nuri Wortfuhrer der religiös ausgerichteten Opposition in Tadschikistan.
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Mit seiner „Islamischen Partei der Wiedergeburt Tadschikistans“ versuchte er gewaltsam die Macht in dem zentralasiatischen Land zu übernehmen. Wahrend des anschließenden tadschikischen Bürgerkriegs, bei dem Schätzungen zufolge 200.000 Menschen starben, hielt er sich im Exil in Afghanistan auf.
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Nach der Unterzeichnung eines von den Vereinten Nationen ausgehandelten Friedensabkommens wurde Nuri vorübergehend Minister einer Koalitionsregierung. Bis zuletzt blieb er Anhänger eines Staatssystems nach iranischem Vorbild, wollte seine Ziele jedoch nach eigenen Worten nur noch auf gewaltlosem Wege erreichen.
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(epd/kp)
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