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Dienstag, 05.08.2008
Tauch-Expedition: Baikalsee-Boden „absolut sauber“
Ulan-Ude. Nach der dritten Tauchfahrt der beiden Tauchboote Mir-1 und Mir-2 auf den Grund des Baikalsees hat die Expedition Gerüchte über den angeblich vermüllten Seeboden zurückgewiesen.
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Der Boden des mit ca. 1600 Metern tiefsten Sees der Erde sei „absolut sauber“. Es gebe dort keinerlei Schrott- und Müllhaufen, so der burjatische Präsident Wjatscheslaw Nagowizyn, der an der ersten Tauchfahrt teilgenommen hatte.
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Nach dieser Aussage tranken die Expeditionsteilnehmer gemeinsam eine Karaffe mit Baikalwasser, das die Tauchboote aus der Tiefe geholt hatten. Besonderen Mut erfordert das nicht, dem Baikalsee wird gemeinhin Trinkwasserqualität bescheinigt.
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Bisher ohne Erfolg blieb aber die Suche nach einer Stelle, an der aus natürlichen Gründen Erdöl in den See sickert. Man habe zwar einen Öffnung ausgemacht, an dem es früher einen Ölaustritt gegeben habe, nicht jedoch die aktuelle in 800 Meter tiefe vermutete Austrittsstelle.
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Wie der Limnologe Michail Gratschjow erklärte, treten jährlich etwa vier Tonnen Rohöl in den See aus. Dies führe jedoch nicht zu einer Verschmutzung, da gewisse Mikroorganismen das Öl aufnehmen und abbauen würden.
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Die Expedition installierte Messgeräte zur Ölortung am Seeboden. Sie sollen helfen, die Prozesse um den Ölaustritt und -abbau besser verstehen zu können.
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Der Baikalsee beinhaltet etwa 20 Prozent des Süßwassers auf der Erdoberfläche. Die noch bis nächstes Jahr laufende Expedition soll neue wissenschaftliche Grundlagen für einen besseren Schutz und des größten Trinkwasserreservoirs der Menschheit schaffen.
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