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Donnerstag, 11.02.2010
Waffenschmuggel: Thailand lässt GUS-Crew laufen
Bangkok. Thailand hat die im Dezember festgenommenen fünf Besatzungsmitglieder einer Il-76 freigelassen, die dort mit 35 Tonnen nordkoreanischer Waffen an Bord eine Zwischenlandung machte.
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Vier der Besatzungsmitglieder sind Bürger Kasachstans, einer ist Weißrusse. Thailand verzichtete auf einen Prozess, da es daran kein „nationales Interesse“ gebe. Die Crew soll nun in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wo ihnen möglicherweise noch ein Prozess wegen Waffenschmuggels gemacht werden wird. Gegenüber Nordkorea besteht ein Waffenexport-Embargo der UN.
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Die Besatzungsmitglieder der Frachtmaschine hatten beteuert, dass sie von ihren Auftraggebern über den wahren Charakter der Fracht getäuscht worden seien. Sie glaubten Maschinenteile für Bohrgeräte zu transportieren, in Wirklichkeit waren nordkoreanische Luftabwehr-Raketen und Granatwerfer an Bord.
Formell gehörte die Iljuschin einer georgischen Fluggesellschaft, die sie aber im letzten Herbst an ein ukrainisches Unternehmen verchartert hatte. Früher war die Maschine für eine kasachische Firma im Einsatz, das angeblich zum Geschäftsimperium des in Thailand in Untersuchungshaft sitzenden russischen Waffenhandel-Barons Viktor But gehört.
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Wohin die Fracht aus Pjöngjang gebracht werden sollte, wurde während der ganzen Affäre nicht richtig klar. Als potentielle Empfängerländer wurden Sri Lanka, der Sudan, der Iran und die Ukraine genannt.
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