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Freitag, 24.03.2006
Wochenende: Wieder Wahlen - und Zeitverschiebung!
St. Petersburg. An diesem Wochenende geschieht etwas, das einfach jeden Menschen – und nicht nur in Russland betrifft: In der Nacht auf Sonntag wird ungeachtet des anhaltenden Winters auf die Sommerzeit umgestellt – was alle erst einmal kollektiv eine Stunde Schlaf kostet. In der Ukraine beginnt gleichentags mit den Rada-Wahlen eine neue Ära: die der parlamentarischen Demokratie.
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Bei den Wahlen am Sonntag können sich sechs Parteien Chancen auf den Einzug ins Parlament ausrechnen. Eine eindeutige Mehrheit ist nicht zu erwarten, sondern ein wohl nicht einfacher Prozess der Koalitionsbildung. Denn erstmals wird anschließend das Parlament und nicht der Präsident den Premierminister wählen. Dies ist die Folge einer Verfassungsänderung, die nach der „orangen Revolution“ umgesetzt wurde.
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Auf der Krim findet parallel ein Referendum über den Status der russischen Sprache statt.
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In Russland ist das wichtigste politische Ereignis dagegen eher zweitrangig: Beim Parteitag der nationalistischen Partei „Heimat“ (Rodina) wird Dmitri Rogosin nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. Die Führungsrolle soll der 42 Jahre alte Geschäftsmann Alexander Babakow übernehmen.
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Und die Einführung der Sommerzeit soll dem Energiekonzern RAO EES im Laufe der Saison 2 Milliarden Rubel sparen (ca. 60 Mio. Euro – oder 40 Cent pro russischem Bürger). Von diesem Spareffekt nicht beeindrucken lassen sich mittlerweile fünf Staaten auf dem Gebiet der Ex-UdSSR: Estland, Kasachstan, Turkmenistan und Tadschikistan unterlassen die Manipulation an den Uhrzeigern. (ld/.rufo)
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