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| Mufti Rawil Gajnutdin | |
Freitag, 25.10.2002
Aufruf zu Frieden und Ruhe
Von Gaby Henze, Moskau. Beim traditionellen Freitagsgebet in der Zentralmoschee von Moskau hat der Vorsitzende des russischen Mufti-Rats, Scheich Rawil Gajnutdin zu Ruhe und Frieden in der Bevölkerung aufgerufen. „Wir dürfen keine zwischenreligiöse Konflikte aufkommen lassen“, sagte er vor den zahlreichen Gläubigen. Zusammen mit Gajnutdin beteten der saudische Prinz Turki Al-Fejsal, der gerade auf einem Staatsbesuch in Moskau ist, sowie der Generaldirektor der Islamischen Liga, Scheich Abdallach Abdulkasim at-Turki für die Befreiung der Gefangenen.
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| Gebet vor der Moskauer Zentralmoschee |
Der Gast aus Mekka ist zu einem Arbeitsbesuch in Moskau, hat Gespräche mit dem Rat der Muftis in Russland geführt und war einer der Hauptsprecher auf dem Seminar zu aktuellen Fragen des modernen Islam in einer multikonfessionellen Gesellschaft. Aus aktuellem traurigen Anlass sagte der Scheich einen Besuch beim Wolga-Generalgouverneur Kirijenko in Nischni Nowgorod und dem tatarischen Präsidenten Schajmiew ab und blieb in Moskau.
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| Pressekonferenz in der Moskauer Zentralmoschee |
Auf einer improvisierten Pressekonferenz nach dem Gottesdienst sagte Abdulkasim at-Turki, dass der Islam nichts mit Gewalt gemein habe. Man könne als Muslim nicht Unschuldige, Frauen und Kinder als Geiseln nehmen, um dadurch politische Forderungen zu erzwingen. Auf die Frage aktuell.RU-Frage, ob sich der Scheich in seiner Autorität als religiöses Oberhaupt nicht direkt an die Terroristen wenden und zur Vernunft aufrufen könnte, wich er eher aus: „Wir haben mit Vertretern des russischen Präsidenten gesprochen und wenden uns an die Presse.“
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