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| Die Antifaschisten mussten den Weg für die SS-Legionäre freigeben (Foto: www.newsru.com) | |
Donnerstag, 17.03.2005
Ausschreitungen bei SS-Umzug in Riga
Moskau. In der lettischen Hauptstadt Riga ist es am Mittwoch zu Ausschreitungen zwischen den Teilnehmern eines Umzugs von SS-Veteranen und antifaschistischen Gegendemonstranten gekommen. Etwa fünzig Personen wurden verhaftet, als sie versuchten, dem SS-Umzug den Weg zu blockieren, berichtete das russische Staatsfernsehen. An der Gegendemonstration hatten mehrere hundert meist russischstämmige Menschen teilgenommen.
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Zwischen den SS-Veteranen und den Gegendemonstranten kam es zu einem Handgemenge.
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Die Gegner des Umzuges, darunter Parlamentsabgeordnete einer Partei der russischen Minderheit, hatten sich teilweise als KZ-Häftlinge verkleidet. Sie skandierten Losungen wie „Lettland ist eine Schande für Europa““ und „Nieder mit dem Faschismus!“. Auch vor der lettischen Botschaft in Moskau gab es eine Demonstration gegen die Verharmlosung der NS-Kollaborateure.
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Die lettischen Veteranen der Waffen-SS gedenken traditionell am 16. März ihrer gefallenen Kameraden. Der Umzug der Legionäre war, anders als die Gegendemonstration, von den Rigaer Stadtbehörden genehmigt worden. In den 90-er Jahren galt das Datum vorübergehend als offizieller Gedenktag. Die derzeitige lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga hat sich von den Märschen der SS-Veteranen distanziert.
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(epd/kp)
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