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| Serebro sind von links Marina, Lena und Olga (Foto: homegate.ru). | |
Mittwoch, 09.05.2007
Eurovision: „Silber“ soll Russland Gold bringen
Moskau. Zur Eurovision schickt Russland eine Mädchen-Band. Die drei Sängerinnen von „Serebro“ sind noch nicht gemeinsam aufgetreten. Harte Konkurrenz ist die männliche Sängerin „Werka Serdutschka“ aus der Ukraine.
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Nach dem hervorragenden zweiten Platz des seitdem in Russland noch inniger geliebten Sängers Dima Bilan bei der Eurovision 2006 in Athen hat Russland Feuer für den Wettbewerb gefangen. In diesem Jahr soll die Mädchengruppe „Serebro“ („Silber“) endlich den lang ersehnten ersten Platz machen und Gold nach Russland bringen. Am Samstag geht es in Helsinki um Ruhm und Ehre.
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Anspruch auf den Sieg
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Ihren Anspruch auf die oberste Stufe des Siegertreppchens machen die drei Mädels gleich mit dem Titel ihres Beitrags geltend: „Song No. 1“ heißt das Stück, das eindeutig an den westeuropäischen Massengeschmack angepasst ist – R’n’B (Rhythm and Blues) à la MTV. Eine pragmatische Einsicht vielleicht aus dem Erfolg des nivellierten Schmalz-Pop-Songs „Never let you go“ vom letzten Jahr.
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Aber vielleicht müssen Serebro die Herzen des Publikums gar nicht so sehr mit der Musik gewinnen. Denn Russland schickt vor allem eins zur Eurovision in Helsinki: Weibliche Schönheiten. Die schwarzhaarige Lena, die brünette Olga und die blonde Marina gehen locker als Models durch.
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Musik aus dem Reagenzglas
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„Serebro“ ist ein Produkt aus der Musik-Retorte. Wie heute üblich wurden die Mädels von einem Produzenten gecastet. Bisher standen die drei Mädels nicht ein einziges Mal gemeinsam auf der Bühne.
Zwei der Sängerinnen kannte Produzent Max Fadejew bereits von der „Fabrika swjosd“, dem russischen Äquivalent von „Deutschland sucht den Superstar“. Lena und Olga haben ihre Feuertaufe vor Publikum also bereits hinter sich.
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Russland ist bereits für die Eurovision 2008
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Die russischen Organisatoren und Unterstützer der Eurovision legen große Hoffnungen in die Mädchen-Band. Juri Aksjutin, Musik-Chef des ersten russischen Fernsehens „Perwy kanal“, würde sich sehr über den Sieg freuen und über die Ausrichtung des nächsten Eurovisions-Wettbewerbs in Russland. „Russland ist bereit, die Großveranstaltung durchzuführen und auch der erste Kanal ist bereit dazu. Ich übernehme dafür die Verantwortung“, so Aksjutin bei der Presse-Präsentation von „Serebro“.
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Singende Herrentorte aus der Ukraine
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| Andrej Danilko verkörpert die ukrainische Pop-Diva Werka Serdutschka (Foto: compatrio). |
Starke Konkurrenz für „Serebro“ kommt ausgerechnet aus dem ehemaligen Bruderland Ukraine. „Werka Serdutschka“ heißt der Star, der sich im gesamten russischsprachigen Osteuropa großer Beliebtheit erfreut. Hinter der Kunstfigur „Werka“ steht der Sänger und Travestiekünstler Andrej Danilko
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In den vergangenen Jahren mauserte sich Danilko vom Musik-Clown zum erfolgreichen Künstler und konnte zahlreiche Hits in den ukrainischen, russischen und weißrussischen Charts platzieren.
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Das Konzept unterscheidet sich vollständig von dem der russischen Girl-Band: Andrej Danilko setzt auf traditionelle Klänge. Auf der Bühne schlüpft er in schrille, Pailetten besetze Frauenkleider, Federboa und Stöckelschuhe und bringt mit seinem schwungvollen Polka-Pop auch den verklemmtesten russischen Traditionalisten zum Tanzen.
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Bei dieser Konkurrenz dürften es „Serebro“ selbst in ihrer osteuropäischen Heimat nicht leicht haben.
(cj/.rufo/Moskau)
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