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Am Boden: Die Russen verlieren schon im Viertelfinale gegen den großen Rivalen Kanada (Foto: Archiv/.rufo)
Am Boden: Die Russen verlieren schon im Viertelfinale gegen den großen Rivalen Kanada (Foto: Archiv/.rufo)
Freitag, 26.02.2010

Olympia-Ergebnis vermiest Präsident Medwedew die Laune

Moskau. Russlands Präsident Dmitri Medwedew fliegt zum Abschluss der Olympischen Winterspiele nach Vancouver. Doch die Visite ist nur ein Pflichtbesuch. Die nächsten Spiele finden in Sotschi statt. Die Laune ist schlecht.

Dreimal Gold, viermal Silber und sechsmal Bronze haben die russischen Athleten in Vancouver bisher geholt. Am Donnerstag konnten sie der Bilanz keine weiteren Medaillen hinzufügen. Die Skistaffel der russischen Damen, vor vier Jahren in Turin noch Olympiasieger, landete abgeschlagen mit 1:40 Minute Rückstand auf Rang acht. Den Sieg holten die Norweger vor Deutschland und Finnland.

Russlands Stolz macht Russen Schande


„Eine Schande“ nennt die Moskauerin Jelena das Ergebnis der Sbornaja und fasst damit die Stimmung der meisten Russen zusammen. Besonders schwer getroffen hat die Russen das Ausscheiden des Eishockeyteams, das nach zwei WM-Titeln in Folge als haushoher Favorit gestartet waren. Die Sbornaja um die NHL-Stars Jewgeni Malkin, Alexander Owetschkin und Ilja Kowaltschuk galt als „Russlands Stolz“.

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• Deutschland oder Russland beste Wintersportnation? (18.02.2010)
• Schwächeanfall – Russland geht in Vancouver leer aus (17.02.2010)
Und auch im Kreml herrscht dicke Luft. Präsident Dmitri Medwedew soll bereits an eine Absage des Kanada-Besuchs gedacht haben angesichts von Pleiten, Pech und Pannen im Olympiateam. Stattdessen werde nur Sotschis Bürgermeister Anatoli Pachomow nach Vancouver reisen, um den Austragungsort der Olympischen Spiele 2014 – Sotschi – zu repräsentieren.

Medwedew nur auf Stippvisite bei Pflichtbesuch


Am Ende dementierte der russische Konsul in Vancouver Alexander Bardin die Meldung. Medwedew wird kommen, allerdings nur zur Abschlussveranstaltung. Ein geplanter Besuch beim Eishockey-Finale wurde gestrichen, nachdem die Russen dort nicht spielen.

„Ich weiß nicht, ob der Präsident über das erfolglose Abschneiden der russischen Sportler erzürnt ist, aber ich denke, dass er wie die überwältigende Mehrheit der Russen deswegen schlechte Laune hat“, sagte Bardin.

Vorbereitung teuer, aber erfolglos


Immerhin hat sich der Kreml die Spiele einiges kosten lassen: 1,8 Mrd. Rubel (43 Mio. Euro) wurden vom Staat allein in die Vorbereitung der Athleten investiert. Dazu kommen natürlich noch private Sponsoren und regionale Fördergelder.

Damit hat nach jetzigem Stand jede Medaille den Haushalt rund 3,3 Mio. Euro gekostet. Die Siegprämien – 100.000 Euro für Gold, 60.000 Euro für Silber und 40.000 Euro für Bronze – sind dabei nicht eingerechnet. Allerdings werden dem Anschein nach so viele Prämien in diesem Jahr auch nicht fällig.

Rollen nun Köpfe im russischen Sporterband?


Schon jetzt wird eifrig über mögliche Konsequenzen diskutiert. NOK-Chef Leonid Tjagatschow, seit 2001 im Amt und wie Premier Wladimir Putin mit dem KGB eng verbandelt, steht in der Schusslinie. Sein Rücktritt wird von vielen gefordert.

Es wird sich aber sicher noch einiges mehr tun in den russischen Sportverbänden. 2014 will Russland in Sotschi sportlich glänzen. Der Gesamtsieg bei den Winterspielen im Kaukasus ist fest eingeplant.



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hamburg 27.02.2010 - 12:25

olympia gold

medaillen sind schön, aber die unterstützung des breitensports ist wichtiger für die gesundheit der bevölkerung.es gibt wichtigere
aufgaben in einem staat als sportmedaillen sammeln.


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