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| Getrunken wird in Russland überall - und überall zu viel. (Foto: Archiv) | |
Mittwoch, 05.11.2008
Zwangstherapie gegen Alkoholismus für Russlands Säufer
Moskau. Russlands Alkoholiker sollen zwangsweise therapiert werden, damit sie sich nicht tottrinken. Das russische Innenministerium fordert die Einführung von Zwangstherapie, das Gesundheitsministerium lehnt dies ab.
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Russen trinken nach Auskunft des Innenministeriums im Durchschnitt doppelt so viel wie die letale Dosis laut Weltgesundheitsorganisation. Nach älteren offiziellen Angaben sterben pro Jahr in Russland 70.000 Menschen an übermässigem Alkoholgenuss oder „Genuss“ von gepanschten Alkoholica.
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Das Durchschnittsalter, in dem erstmals Alkohol genossen werde, sei nur 14 Jahre, erklärt Innenminister Raschid Nurgalijew jetzt in einem Zeitungsinterview. Der durchschnittliche Alkoholkonsum sein doppelt so hoch, wie die laut Weltgesundheitsorganisation WHO für die menschliche Gesundheit tödliche Dosis.
Laut Nurgalijew sind gegenwärtig in Russland 254 000 chronisch Alkoholkranke bei der Innenbehörde registriert. Es gebe 212 000 registrierte Fälle von Gewalt in der Familie, die durch übermässigen Alkoholgenuß ausgelöst wurde. Die Zahl der berüchtigten polizeilichen Ausnüchterungszellen habe sich seit 1992 aber halbiert, sagte der Innenminister.
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Das russische Gesundheits- ministerium befürwortet dagegen freiwillige Alkoholtherapie. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde sind als alkoholkrank in Russland insgesamt knapp drei Millionen Menschen erfaßt.
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