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Freitag, 25.03.2005
Akajew: Berichte über Rücktritt lügnerisch
Moskau. Für Askar Akajew, den ehemaligen Präsidenten Kirgisiens, sind die Ereignisse der letzten Tage nichts anderes als ein „ungesetzlicher Staatsstreich“. Als regulär gewähltes Staatsoberhaupt werde er auch in Zukunft an den politischen Prozessen des Landes teilhaben. Das teilt der abgetauchte Ex-Präsident per E-Mail mit.
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Akajew spricht im Weiteren in der E-Mail an die kirgisische Nachrichtenagentur Kabar davon, dass er Kraft seines Amtes einen Einsatz von Waffengewalt gegen die „Extremisten“ hätte befehlen können und ihm auch bewaffnete Kräfte zur Verfügung gestanden hätten. Gegen den Willen einiger Berater habe er aber ausdrücklich den Einsatz von Schußwaffen verboten.
Vvon seinem Prinzip, Lösungen friedlich zu erreichen, habe er auch in diesem Falle nicht abweichen wollen. Das Land habe er aus „Humanität“ verlassen, um einem Blutvergießen zuvor zu kommen. Dieser Auslandsaufenthalt sei aber nur vorübergehend. Wo Akajew sich zurzeit aufhält, ist nicht bekannt.
Akajew will zurückkommen
In seiner E-Mail an die Nachrichtenagentur erklärt er weiter, dass die Versuche, ihm seine Macht als gewähltes Staatsoberhaupt zu nehmen, nichts anderes seien als Staatsverbrechen. Berichte über seinen Rücktritt bezeichnet er als „lügnerisch und böswillig“.
Mindestens 15 Tote
Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hat sich die Zahl der Toten mittlerweile auf 15 erhöht. Eingeschlossen sind die Opfer in Dschalal-Abad. Wie viele Menschen Verletzungen erlitten haben, ist nicht bekannt. Ihre Zahl dürfte aber in die Hunderte gehen.
(jb/.rufo)
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