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| Terroristin im Musical-Theater (Foto: | |
Freitag, 25.10.2002
Ausländer-Freilassung verschoben oder aufgehoben ?
Moskau. Zwar wurden um die Mittagszeit herum 8 Kindergeiseln freigelassen, aber auch die zweite Frist, die die Tschetschenen für die Freilassung der 75 Ausländer genannt hatten, verstrich. Sie hätten, sagen FSB-Sprecher, ihrerseits alle Bedingungen der Geiselnehmer für die Freilassung der Ausländer erfüllt. Warum sie dann doch nicht gehen konnten, bleibt unklar. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass die Tschetschenen den Bruch des Heizsystems im Erdgeschoss für eine Aktion der Sicherheitsdienste hielten, mit der ein Sturmangriff vorbereitet wird. Das Erdgeschoss ist von heißem Wasser überflutet. Die Tschetschenen wollen aber eine russiche Klempnerbrigade nicht einlassen.
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Die acht Kinder konnten das gekaperte Theater in Begleitung von Rotkreuz-Vertretern verlassen. Von den 700 bis 800 Geiseln starb inzwischen ein Mann an Blinddarmdurchbruch. 3 Mädchen sind krank. 7 Geiseln waren bereits am frühen Morgen freigekommen.
Die Tschetschenen erklären in einem ersten Fernsehinterview, die Massengeiselnahme sei von Aslan Maschadow und Schamil Bassajew befohlen worden. Die Aufnahmen waren von einem NTW-Team in der Nacht gemacht worden. Sie zeigen sowohl einige Geiseln als auch Mowsar Barajew, den Anführer und einige der bewaffneten und vermummten Tschetschenen. Zwei Frauen tragen Sprengstoffpakete um die Hüften geschnallt. Das Interview wurde, angeblich auf Anweisung von Presseminister Michail Lessin, ohne O-Töne ausgestrahlt.
Die Aufnahmen werden von uns in Kürze als Real-Video und auch als Fotogalerie auf dieser Seite dokumentiert werden.
Der FSB seinerseits sagt, er sei im Besitz einer Videokassette, aus der hervorgeht, dass Aslan Maschadow vorab über die Aktion informiert war.
Das NTW-Team war zusammen mit dem Arzt Professor Leonid Roschal in die Konzerthalle gekommen, der dort Medikamente überreichte und versuchte, die Tschetschenen zur Freilassung der 30 Kinder zu überreden.
Roschal berichtete anschließend, den etwa 700 bis 900 Geiseln gehe es relativ gut. Die meisten sitzen immer noch im Zuschauersaal auf den Plätzen. Die Mobiltelefone sind ihnen allerdings abgenommen worden. Die Geiselnehmer behandeln die Menschen korrekt und diszipliniert, weigern sich aber, Lebensmittel für sich und die Geiseln anzunehmen. Man könne auch einige Tage ohne Essen auskommen, sagen sie. Roschal wollte am Morgen die Verhandlungen fortsetzen.
(rUFO/gim)
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