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| In Russland gibt es mehr Antisemiten als Juden (Foto: www.newsru.com) | |
Dienstag, 29.03.2005
Erneut Verbot jüdischer Organisationen gefordert
Moskau. Etwa 5.000 Vertreter des russischen Kulturlebens haben in einem das Verbot einer Reihe von jüdischen Organisationen in Russland gefordert. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens, berichtete die Zeitung „Moscow Times“. Zu den Initiatoren des Verbotsantrags gehören dem Bericht zufolge Ex-Schachweltmeister Boris Spasski und der Bildhauer Wjatscheslaw Klykow.
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Bereits zu Jahresbeginn hatte ein ähnlicher, unter anderem von zwanzig Duma-Abgeordneten unterzeichneter Brief in Russland für Furore gesorgt. Die Unterzeichner hatten das Verbot aller jüdischen Organisationen gefordert und dies mit angeblich extremistischen Inhalten des jüdischen Sittenkodexes „Schulchan Aruch“ begründet. In dem Brief wurden sogar Vorwürfe wiederholt, bei jüdischen Geheimritualen würden Menschen geopfert.
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Bei den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin öffentlich, er schäme sich für den Antisemitismus in seinem Land. Auch die russische Duma verurteilte das Papier, danach folgten jedoch keine weiteren Sanktionen gegen die Verfasser. Die 20 nationalistischen und kommunistischen Abgeordneten, die den ersten Brief mitgetragen haben, gehören nicht mehr zu den Unterzeichnern des neuen Schreibens.
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(epd/kp)
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