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| Juri Balujewski (foto: press.try.md) | |
Dienstag, 06.12.2005
Generalstabs-Chef: Wir schützen nur uns selbst
Moskau. Der russische Generalstabs-Chef Balujewski ist für den Abzug russischer Frühwarn-Einrichtungen zur Raketenabwehr aus den Nachbarländern. Er kritisierte jedoch den Aufbau von US-Systemen dort.
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„Wir sind daran interessiert, dass sich alles, was die Sicherheit Russlands gewährleistet, auch auf dem Boden Russlands befindet, sagte der General in einem Gespräch mit russland-aktuell. Gegenwärtig unterhalten die russischen Streitkräfte zwei solcher Frühwarn-Radarstationen in Mukatschewo in der Ukraine und in Gabala in Aserbaidschan.
Kritisch steht der Generalstabs-Chef allerdings den Wünschen Polens, Bulgariens und Aserbaidschans gegenüber, Einrichtungen für amerikanische Raketenabwehrsysteme auf ihren Territorien unterzubringen. Die Länder müssten sich dabei auch im Klaren darüber sein, dass sie sich durch abgeschossene Raketen und dabei berstende Sprengköpfe auch ökologische Probleme einhandeln können, erklärte Juri Balujewski.
“USA verhinderten europäisch-russisches System“
Nur auf Druck der USA hätten die Europäer der Idee eine Absage erteilt, auf Basis russischer Technologien und dem Raketenabwehrsystem S-300 ein gemeinsames europäisches System zu entwickeln. „Die USA fürchten um den Absatzmarkt für ihre Waffen“, sagte Balujewski.
Keine Weltkriegs-Szenarien mehr
Ein Konfrontationskurs zwischen Russland und der NATO sei aber überholt: „Wir in Russland haben schon früher verstanden, dass ein Krieg zwischen Russland und der NATO nicht der Weg ist, auf den wir einschwenken sollten“. In der Akademie des Generalstabs würde man die Offiziere schon lange nicht mehr auf atomare oder konventionell geführte Weltkriege vorbereiten, sagte der oberste russische Militär.
Auch habe Russland keinen konkreten potentiellen Gegner im Form bestimmter Staaten mehr im Auge. „Wir sind bereit, unser Territorium zu schützen“, so Balujewski, „aber wir sind nicht bereit, auf fremden Territorium zu kämpfen.“
(am/.rufo)
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