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| Tadschikische Gastarbeiter vor der Abschiebung (Foto: www.newsru.com) | |
Freitag, 22.11.2002
Illegale Tadschiken mit Militärflieger deportiert
Moskau. Die russischen Behörden haben in der Nacht zum Freitag erstmals eine größere Gruppe illegaler Einwanderer aus Zentralasien in ihre Heimat abgeschoben. Ein Militärtransporter mit 115 Tadschiken an Bord startete von einem Flughafen bei Moskau nach Duschanbe. Unter den Ausgewiesenen befanden sich auch Frauen und Kinder. Die Tadschiken waren mehrheitlich auf Baustellen im Moskauer Umland festgenommen worden, auf denen sie ohne die notwendigen Papiere arbeiteten.
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Ein Behördensprecher erklärte im Fernsehen, der Flug der Sondermaschine habe den russischen Steuerzahler umgerechnet etwa 50.000 Euro gekostet. In Zukunft müssten Arbeitgeber, die illegale Zuwanderer beschäftigen, damit rechnen, selbst die Kosten der Abschiebung zu übernehmen. Bereits in der kommenden Woche soll ein weiteres Militärflugzeug nach Tadschikistan starten.
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Die russischen Behörden hatten unmittelbar nach dem Moskauer Geiseldrama begonnen, verschärft nach illegalen Einwanderern und Gastarbeitern aus den GUS-Staaten zu fahnden. Die Bürger der meisten ehemaligen Sowjetrepubliken dürfen zwar ohne Visum nach Russland einreisen, müssen sich jedoch einer umständlichen polizeilichen Anmeldung unterziehen und können nicht ohne weiteres eine Arbeit aufnehmen. Dennoch arbeiten mehrere Millionen Menschen aus dem Kaukasus, der Ukraine und den zentralasiatischen GUS-Ländern teils illegal in Russland.
(epd/kp).
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