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| Im Moskauer Renaissance-Hotel trifft sich das Andere Russland (Foto: www.newsru.com) | |
Dienstag, 11.07.2006
Opposition träumt von einem „Anderen Russland“
Moskau. In Moskau versuchen Vertreter von Oppositionsbewegungen und NGOs wenige Tage vor dem Beginn des G8-Gipfels auf ihrer Konferenz „Anderes Russland“ Alternativen zum System Putin zu finden.
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Der Bürgerrechtler Sergej Kowaljow erklärte bei der Eröffnung der Konferenz, die Teilnehmer wünschten ein „anderes als das Russland der Geheimdienste“. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich die Organisatoren gegen die Demontage der Zivilgesellschaft und Beamten-Willkür aus. „Der Verlauf von Wahlen wird vollständig von der Exekutive kontrolliert und ist daher zu einer Farce geworden“, heißt es in dem Text.
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Teilnahme am “Anderen Russland“ ein unfreundlicher Akt
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Das Treffen hatte mit einer ganzen Reihe von Eklats begonnen. Aktivisten der kremltreuen Jugendorganisation „Naschi“ hielten vor dem Eingang zum Tagungshotel eine Gegendemonstration ab. Ex-Premier Michail Kassjanow wurde von einem Rechtsextremisten angegriffen.
Bei der Rede des britischen Botschafters sprangen plötzlich mehrere Jugendliche auf und skandierten “Tod dem anderen Russland! Es lebe das Imperium”. Mehrere Aktivisten der linksradikalen Nationalbolschewistischen Partei, die an der Konferenz teilnimmt, wurden vor dem Eingang zum Hotel verhaftet. Focus-Korrespondent Boris Reitschuster wurde von Sicherheitskräften ebenfalls festgenommen und geschlagen, als er den Vorgang filmen wollte.
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Aber bereits im Vorfeld hatte die Konferenz heftige Diskussionen ausgelöst. Der einflussreiche Präsidentenberater Igor Schuwalow hatte westliche Amtsträger öffentlich davor gewarnt, die Oppositionsversammlung zu besuchen. Russland werde die Teilnahme von Diplomaten und Politikern als „unfreundlichen Akt“ werten.
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(kp/.rufo)
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